Katy Perrys Wunsch-Immobilie Zoff um Klosterkauf geht in die Verlängerung

Katy Perry kann die Möbelpacker erst mal wieder abbestellen: Für die Sängerin wird es keinen schnellen Einzug in ein ehemaliges Kloster am Stadtrand von Los Angeles geben. Das ist das Ergebnis eines Gerichtstermins.

DPA

Eine schnelle Einigung ist nicht in Sicht: Der Streit um den Verkauf eines früheren Nonnenklosters an Katy Perry zieht sich in die Länge. Ein Richter in Los Angeles hat eine weitere Anhörung für Mitte September festgesetzt.

Weder Perry noch die Unternehmerin Dana Hollister hätten derzeit das Kaufrecht für die rund 15 Millionen Dollar teure Immobilie, befand Richter James Chalfant. Das gesamte Verfahren könne noch Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. Im Herbst könne aber zumindest eine Entscheidung fallen, ob eine der beiden Parteien als Mieter einziehen darf.

Streitobjekt ist ein ehemaliger, inzwischen leerstehender Konvent am hügeligen Stadtrand von Los Angeles. Eine kleine Gruppe betagter Nonnen des Ordens Immaculate Heart of Mary hat das Anwesen im mediterranen Stil der Unternehmerin Dana Hollister versprochen. Die Schwestern liegen mit der Erzdiözese von Los Angeles im Clinch, die Popstar Perry als Käuferin eine Zusage gegeben hat. Beide Parteien pochen auf das Verkaufsrecht für die Immobilie.

"Schlechter Deal"

Richter Chalfant sprach von einem "schlechten Deal", den die Nonnen mit Hollister geschlossen hätten. Die Unternehmerin, die das dreieinhalb Hektar große Anwesen in ein Luxushotel umbauen wollte, muss den Schwestern nach Anordnung des Richters nun vorläufig monatlich 25.000 Dollar Miete zahlen. Die Ordensschwestern, denen die Immobilie gehört, hatten Hollister den Vorzug gegeben. Sie hatten sich unter anderem am "öffentlichen Ansehen" von Perry gestört.

Die Erzdiözese von Los Angeles besteht jedoch darauf, den Verkauf abzuwickeln. Ihre Wunschkandidatin Perry könnte die Millionensumme bar bezahlen, hieß es. Man soll sich auf einen Kaufpreis von 14,5 Millionen Dollar geeinigt haben. Ein Klacks für die Pastorentochter: Perry gehört zu den bestbezahlten Promis der Welt. Im vergangenen Jahr soll sie laut "Forbes"-Magazin geschätzt 135 Millionen Dollar verdient haben.

In einer Mitteilung schrieb die Erzdiözese, dass das Wohlergehen der Nonnen ihr Hauptanliegen sei. Sie begrüßten die Entscheidung des Richters, den Verkauf an Hollister für ungültig zu erklären.

Der Anwalt der Nonnen, Bernie Resser, wertete es dagegen als Sieg für die Ordensschwestern, dass Hollister nicht von dem Grundstück verwiesen wurde - so wie es der Erzbischof gefordert hatte. Die Schwestern hätten "großen Mut" bewiesen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren und ihre Eigenständigkeit unter Beweis zu stellen.

wit/dpa



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