SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

29. November 2006, 17:39 Uhr

Kein Spaß

"Borat" soll Pam Andersons Ehe ruiniert haben

Die Ehefrau beim Kasachen-Jux - da hört der Spaß auf. Zumindest für Kid Rock, der Pamela Andersons Auftritt in "Borat" unerträglich fand. Hat ihm die Baywatch-Nixe deshalb den Laufpass gegeben?

Berlin - "Borat" bringt alle gegen sich auf: Feministinnen, rumänische Dorfbewohner, amerikanische Studenten. Letztere gaben unter Alkoholeinfluss ihr Einverständnis, sich für Sacha Baron Cohens fiktive Reise-Doku beim Anschauen eines Pamela-Anderson-Sex-Videos filmen zu lassen. Die Uni-Boys waren, heißt es, davon ausgegangen, dass der Film nicht in Amerika anläuft. Jetzt klagen sie.

Noch-Eheleute Kid Rock, Anderson: Erst Lachnummer, dann Trennung
AFP

Noch-Eheleute Kid Rock, Anderson: Erst Lachnummer, dann Trennung

Pamela Anderson, die in dem Film sich selber spielt, hat keinen Grund zur Klage. Sie soll lediglich die Zahl ihrer Bodyguards erhöht haben, ansonsten seien die Dreharbeiten höchst amüsant für sie gewesen.

Ganz anders sieht ihr Noch-Ehemann Kid Rock den Kasachen-Klamauk. Der Musiker soll die Baywatch-Blondine aufgrund ihrer Rolle in der fiktiven Doku angebrüllt und beleidigt haben: "Du bist nur eine Hure! Du bist eine Schlampe!", zitieren die englischen Zeitungen "Sun" und "Daily Mirror" den Aufgebrachten.

Anderson, durch Cohen Humor-erprobt wie schon lange keine TV-Badenixe mehr, zog die Konsequenz: Sie sei ausgezogen, heißt es in den Blättern, und sei "sehr froh, dass sie nicht mehr mit derart viel latenter Aggressivität unter einem Dach leben muss".

Einmal mehr wird deutlich, dass ein unverhohlen gezeigtes Interesse besser ankommt als heimlich kultivierter Groll. "Borat" hatte gezeigt, wie's geht: Im Film machte er Anderson einen Antrag und steckte sie in einen Heiratssack.

dan/AFP

URL:

Verwandte Artikel:


© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung