Keine Revision Kachelmann-Freispruch ist rechtskräftig

"Keine genügenden Erfolgsaussichten": Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ihren Antrag auf Revision im Fall Kachelmann zurückgezogen - ebenso wie die Ex-Freundin des Wettermoderators. Damit ist der Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung rechtskräftig.

Kachelmann im Juli in Zürich: Urteil rechtskräftig
REUTERS

Kachelmann im Juli in Zürich: Urteil rechtskräftig


Hamburg - Es war ein spektakulärer Prozess - und nun steht endgültig fest: Der Freispruch des Wettermoderators Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung ist rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Nebenklägerin zogen ihre Anträge auf Revision zurück, wie ein Sprecher des Landgerichts Mannheim am Freitag mitteilte.

Das Gericht hatte den 52-jährigen Kachelmann aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf freigesprochen, seine ehemalige Geliebte vergewaltigt und mit einem Messer bedroht zu haben. Der Prozess war eines der meistbeachteten Verfahren der vergangenen Jahre. 43 Tage wurde verhandelt, zehn Gutachter wurden gehört, neun Monate dauerte es bis zum Urteil.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Nebenklage hatten zunächst Revision eingelegt. Nun teilte die Anklage mit, das schriftliche Urteil des Landgerichts Mannheim sei "nachvollziehbar". Die sehr ausführlich begründete Entscheidung des Gerichts weise keine Rechtsfehler auf. Eine Revision biete keine genügenden Erfolgsaussichten.

Nach seinem Freispruch hatte Kachelmann sich verbittert über die Staatsanwaltschaft geäußert. Mittlerweile widmet er sich wieder seiner Firma Meteomedia und seiner Arbeit als Wettermoderator. Gegen seine ehemalige Lebensgefährtin erwirkte er eine einstweilige Verfügung: Sie darf nicht mehr öffentlich behaupten, Kachelmann habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt".

hut/dapd/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.