Rockstar Keith Richards Töchter, schnupft meine Asche

Vor wenigen Jahren bekannte Rockstar Keith Richards, er habe die Asche seines Vaters konsumiert. Das hat ihm offenbar so gut gefallen, dass er die Tradition gern weiterreichen möchte.

AP

Keith Richards ist ein Rockstar par excellence. Der Gitarrist der Rolling Stones hat in seinen wilden Jahren gekifft, getrunken und Hotelzimmer verwüstet. Im Jahr 2007 erfrischte er seine Fans mit einer besonders ausgefallenen Geschichte. Damals sagte er: "Die verrückteste Sache, die ich je geschnupft habe? Meinen Vater."

Richards Senior wurde nach seinem Ableben verbrannt, der Junior mixte die Asche mit Kokain und zog tief durch. Das habe ziemlich gut funktioniert - "und ich lebe noch". Als die Story um die Welt ging, tat Richards so, als sei das Ganze ein Spaß gewesen. Er habe nur illustrieren wollen, wie eng er mit seinem Vater gewesen sei.

Von wegen Spaß. Im fortgeschrittenen Alter von 71 Jahren sagte Richards der britischen Zeitung "Mirror" nun: Er habe seinen vier Töchtern die Erlaubnis gegeben, seine Asche zu schnupfen, wenn er dereinst sterbe. "Ich werde ihnen einen Strohhalm geben."

Richards beendete seinen Drogenkonsum weitgehend, nachdem ihm 2006 ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernt worden war. Gelegentlich aber greift er noch zum Joint, wie ein Reporter der "New York Daily News" jüngst schrieb.

Am 18. September veröffentlicht Richards sein drittes Soloalbum. Und da kann es wohl nicht schaden, im voraus ein paar Geschichten zu erzählen. Erst vor wenigen Tagen machte der Altrocker Schlagzeilen, als er sagte, die Band Metallica sei ein Witz.

Wie seine Familie auf das jüngste Angebot reagierte, ist bisher nicht bekannt.

sms

insgesamt 28 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
weem 11.09.2015
1. A bissl was geht immer
Ist zwar schon länger her, als ich seine Biographie las, meine aber mich zu erinnern, dass er darin beschrieb, die Asche versehentlich geschnupft zu haben und auch nur ganz wenig..
qbert123 11.09.2015
2. meine Güte...
fürchtet er, dass sich das Album so schlecht verkauft, oder warum dauernd diese PR-Gags?
Trainspotter 11.09.2015
3.
Gerade schon gewundert ob ein neues Album ansteht bei so viel schlechter PR.
h.hass 11.09.2015
4.
Schade, dass es Keef nötig hat, mit peinlichen Sprüchen oder ätzender Kritik an Musikerkollegen auf sich aufmerksam zu machen. Besser wär's, er würde das mit guter Musik tun. Aber da sieht's bei den Stones-Musikern seit fast vier Jahrzehnten mau aus.
f._aus_kleefeld 11.09.2015
5. Normal ist sowas nicht
Zitat: »Keith Richards (...) hat in seinen wilden Jahren gekifft, getrunken und Hotelzimmer verwüstet.« Naja, »gekifft« ist ja wohl etwas kurz gegriffen. Gekokst hat er und heroin- und medikamentenabhängig ist er gewesen. Wer seine Nachkommen ermuntert, sich später mal seine Asche reinzuziehen, lässt den Schluss zu, dass jahrelang eingenommene Suchtmittel doch einige - sagen wir mal - Veränderungen bewirkt haben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.