Kevin Spacey Mann zieht Klage wegen sexuellen Übergriffs zurück

Neben einem Strafverfahren musste sich Kevin Spacey zuletzt auch mit einer Zivilklage auseinandersetzen. Nun hat ein Mann, der angab, von Spacey sexuell belästigt worden zu sein, die Klage zurückgezogen.

Kevin Spacey (Archivbild)
AFP

Kevin Spacey (Archivbild)


Ein junger Mann, der den US-Schauspieler Kevin Spacey des sexuellen Übergriffs beschuldigt, hat seine parallel zu dem laufenden Strafverfahren angestrengte Zivilklage zurückgezogen. Nach Justizangaben wurde die Klage am Gericht der Insel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts diese Woche ohne Angabe von Gründen zurückgezogen.

Der Kläger, ein zum vermeintlichen Tatzeitpunkt 18-Jähriger, hatte angegeben, dass Spacey ihn auf Nantucket betrunken gemacht und später unsittlich berührt habe. Weil er deshalb unter schweren mentalen und emotionalen Verletzungen leide, hatte der Mann Spacey auf Schadensersatz verklagt.

Mit dem Geld sollten die medizinischen und therapeutischen Kosten abgedeckt werden, berichtete der "Boston Herald". Spacey hatte die Vorwürfe dementiert.

Das Strafverfahren gegen den 59-jährigen Schauspieler läuft dagegen unabhängig von der Zivilklage weiter. Ihm droht eine fünfjährige Gefängnisstrafe.

Im Oktober 2017 hatte der Schauspieler Anthony Rapp Spacey in einem Interview beschuldigt, ihn als 14-Jährigen bei einer Party im Jahr 1986 missbraucht zu haben. Mittlerweile sind mehr als 30 Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigung gegen Spacey öffentlich. In seiner Zeit als künstlerischer Direktor am Londoner Old Vic Theatre etwa soll Spacey Berichten zufolge mindestens 20 Männer belästigt haben. Er begann laut einer Sprecherin im November 2017 eine Therapie.

fek/AFP/AP



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