Kim Kardashian In zehn Jahren eine ganz andere

Kim Kardashian gibt ihrer Persönlichkeit als Starlet höchstens noch eine Dekade - dann will sie sich auf andere Dinge konzentrieren. Diese Entscheidung hat auch etwas mit ihrem Vater zu tun.

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Kim Kardashian meint es offenbar ernst: Im April verkündete sie in der "Vogue", sie wolle Anwältin werden. Nun hat sie nachgelegt: "Mein Ziel ist es, in zehn Jahren nicht mehr Kim K zu sein", sagte die 38-Jährige in ihrer TV-Show "Keeping up with the Kardashians". Sie wolle sich auf Reformen im Strafvollzug konzentrieren und als Anwältin arbeiten. Das Portal Yahoo hat einen Ausschnitt der Sendung veröffentlicht.

Kardashian bezieht sich dort auch auf ihren Vater, Robert Kardashian. Er gehörte zu dem Verteidigerteam von O.J. Simpson. Der Footballstar war wegen des Mordes an seiner Frau angeklagt, wurde aber von einer Jury freigesprochen. Der Fall sorgte in den Neunzigerjahren weltweit für Aufsehen.

In der TV-Sendung sagte Kardashian, sie habe zur Zeit des Simpson-Falles die Unterlagen ihres Vaters heimlich durchforstet. Sie habe ihm auch schon vor vielen Jahren gesagt, sie interessiere sich für Strafrecht. Er habe geantwortet: "Das wird dich zu sehr fertig machen, das willst du nicht wirklich."

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Kim Kardashian: In Vaters Fußstapfen

Im Vogue-Interview sagte Kardashian, sie arbeite seit dem vergangenen Sommer für eine Kanzlei in San Francisco. Die Ausbildung ist auf vier Jahre angelegt. Derzeit absolviere sie ein Praktikum. 2022 will Kardashian die Anwaltsprüfung ablegen.

Der Anstoß dafür sei ihr Engagement für Reformen im Strafvollzug gewesen. Im vorigen Sommer hatte sich der Fernsehstar in Washington für die Verkürzung der lebenslangen Freiheitsstrafe einer Frau eingesetzt, die in den Neunzigerjahren im Zusammenhang mit Drogendelikten verurteilt worden war. US-Präsident Donald Trump gab der Haftverkürzung statt, die Frau wurde freigelassen.

Besuch im Gefängnis

Kardashian arbeitete dabei mit der in San Francisco ansässigen Menschenrechtsanwältin Jessica Jackson zusammen. "People" berichtet, Kardashian habe schon Gefängnisse besucht und Petitionen geschrieben. Auch mit Donald Trump hat sie im Weißen Haus über das Thema gesprochen.

"Ich denke, mein Vater wäre stolz auch mich", sagte Kardashian in der Sendung. Sie arbeite 18 Stunden pro Woche für ihr Praktikum. Es sei eine ernsthafte Verpflichtung, der sie sich voll widme. "Ich werde keine Zeit für Veranstaltungen, Gefallen, Freunde, für gar nichts haben - und das vier Jahre lang."

Wer Jura studieren will, benötigt in den USA zuvor bereits mindestens einen Bachelorabschluss. Kardashian war zwar an der kalifornischen Universität Pierce eingeschrieben, schloss ihr Studium aber nicht ab. In einigen Bundesstaaten, darunter auch in Kalifornien, ist es aber möglich, Jura durch ein Kanzlei-Praktikum zu studieren und nach vier Jahren eine Prüfung abzulegen.

jpz



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