Markenname für Kollektion Kim Kardashian knickt ein im Kimonostreit

Der öffentliche Druck hat gewirkt: Nach massiver Kritik am Brandnamen "Kimono" für ihre Shapewear-Kollektion hat Kim Kardashian beschlossen, sich einen neuen zu überlegen.

Vanessa Beecroft/ REUTERS

Kim Kardashians Idee, ihre figurformende Unterwäschelinie "Kimono" zu nennen, war offensichtlich keine ihrer besten. Ihr eigener Vorname versteckte sich darin, okay. Doch viele Japaner empfanden den Markennamen als beleidigend, geht es doch um ein traditionelles japanisches Gewand mit einer jahrhundertealten Geschichte und großer kultureller Bedeutung. Und das hat mit Unterwäsche eher wenig zu tun.

Der Bürgermeister der alten japanischen Kaiserstadt Kyoto meldete sich zu Wort und bat die Unternehmerin "die Entscheidung nochmals zu überdenken". Bei Twitter machten unter dem Hashtag #KimOhNo Kritiker ihrem Unmut Luft.

Nun hat Kardashian sich dem Druck gebeugt und beschlossen, sich einen anderen Namen zu überlegen. In all den Jahren als Unternehmerin sei sie stets in direktem Kontakt mit ihren Fans und der Öffentlichkeit gewesen, schreibt der Reality-TV-Star bei Instagram.

"Ich höre immer zu, lerne und wachse", beteuert sie. Der Name für ihre Shapewear-Kollektion sei "mit den besten Absichten" gewählt worden. Nach "reiflicher Überlegung" habe sie nun entschieden, die Kollektion unter einem anderen Namen herauszubringen.

Welcher das sein wird, verriet die 38-Jährige gleichwohl noch nicht. "Ich melde mich bald wieder", schreibt Kardashian. "Danke für euer Verständnis und eure Unterstützung."

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Kim Kardashian: Ärger wegen Kimono-Unterwäsche

Bereits im vergangenen Jahr, kurz nachdem das Klatschportal "TMZ" den Eintrag ins Markenregister veröffentlicht hatte, war unter Social-Media-Nutzern ein Streit darüber ausgebrochen, ob es sich dabei um eine Form der kulturellen Aneignung handele oder nicht. Der Vorwurf: Kim Kardashian hat - außer einer Urlaubsreise im März 2018 - keinerlei Verbindungen zu Japan und seiner Kultur vorzuweisen. Deshalb sei die Namenswahl respektlos.

ala/dpa



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