Kim Kardashians Familienplanung "Er belästigt mich damit"

Rapper Kanye West träumt davon, vier weitere Kinder zu bekommen - sagt seine Frau Kim Kardashian, die nichts von dieser Idee hält. Sie führt politische Gründe ins Feld. Und existenzielle Ängste.

DPA

Viele Eltern dürften solche Gedankenspiele kennen: Wollen wir noch ein weiteres Kind haben? Wenige Eltern hingegen beschäftigen sich vermutlich mit der Frage, ob es gleich sieben Söhne und Töchter sein sollen. Aber Kim Kardashian und Kanye West sind ja auch keine allzu durchschnittlichen Eltern.

Die 37-Jährige erzählte von solchen Ideen ihres Mannes in der jüngsten Folge der Reality-Serie "Keeping Up with the Kardashians", in der es ausschließlich um sie und ihre Angehörigen geht. "Er ist verbohrt in die Zahl sieben", sagte Kardashian dem "People"-Magazin zufolge: "Er belästigt mich damit."

Larsa Pippen, die Gesprächspartnerin des Reality-TV-Stars, zeigte sich entsprechend erstaunt: West könne doch sein nächstes Album "Seven" nennen und damit auf die von ihm anvisierte Zahl seiner Kinder hinweisen, scherzte Pippen: "Sieben Kinder, das ist verrückt!"

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Kardashian über West: "Er ist verbohrt in die Zahl sieben"

Tatsächlich müssten West und Kardashian noch vier weitere Kinder bekommen, um eine insgesamt neunköpfige Familie zu werden - bislang hat das Paar einen zweijährigen Sohn sowie zwei Töchter im Alter von fünf Jahren beziehungsweise acht Monaten. Kardashian fremdelt mit der Idee, vier weitere Söhne und Töchter zu bekommen, jedoch nicht wegen ihres eigenen Alters oder der Sorge vor Überforderung.

Sondern aus politischen Gründen.

"Ich könnte das niemals", sagte Kardashian, "vor allem nicht in dieser Welt, in der wir leben." Sie sei besorgt wegen der steigenden Zahl von Amokläufen mit Schusswaffen an Schulen in den USA. Vor allem das Blutbad an einer Schule in Parkland im Bundesstaat Florida, bei dem im Februar 17 Menschen starben, habe sie betroffen gemacht.

"Wir brauchen strengere Waffengesetze!"

"Ich habe immer gezögert, mehr Kinder zu bekommen, weil mich nachts der Gedanke daran wach hält, wie meine Kinder in solch einer irren Welt überleben sollen", sagte sie. Pippen zeigte Verständnis für diese Sorgen: "Man hat versucht, dich zu kidnappen, auszurauben und mitzunehmen, das spielt da natürlich alles rein." Pippen spielte damit auf den Überfall aus dem Jahr 2016 an, der Kardashian nach eigenen Angaben nachhaltig verstört hat.

Wenig später äußerte sich die 37-Jährige noch über ein anderes Thema, das nach jedem Schulmassaker erneut diskutiert wird. "Ich glaube zu einer Milliarde Prozent, dass wir strengere Waffengesetze brauchen", sagte sie und plädierte für sogenannte Background Checks: "Niemand sollte einfach in einen Laden gehen und eine Waffen kaufen können."

Diese Äußerungen dürften auf jeden Fall zu Diskussionen mit Ehemann West führen: Der Rapper ist ein bekennender Anhänger von US-Präsident Donald Trump - und der Republikaner lehnt strengere Kontrollen und Auflagen beim Verkauf von Schusswaffen an Privatleute strikt ab.

mxw



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