Kim Kardashian und der Fall Rodney Reed "Es war extrem emotional"

Kim Kardashian war dabei, als der verurteilte Mörder Rodney Reed erfuhr, dass seine geplante Hinrichtung verschoben wurde. Nun verriet die 39-Jährige, wie der Todeskandidat auf die Entscheidung reagierte.

Frazer Harrison/ Getty Images

Fast drei Millionen Menschen hatten sich in einer Petition für Rodney Reed stark gemacht und seine Freilassung gefordert. In der vergangenen Woche gab es in dem umstrittenen Fall dann die Kehrtwende: Die geplante Hinrichtung des verurteilten Mörders im US-Bundesstaat Texas wurde gestoppt - vorerst.

Neben zahlreichen Demonstranten im texanischen Bastrop schalteten sich auch Prominente in den Fall ein. Insbesondere Kim Kardashian äußerte sich mehrfach zu der aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Verurteilung. In einem TV-Interview mit NBC verriet die 39-Jährige nun, dass sie bei Reed gewesen sei, als dieser erfuhr, dass das oberste Gericht in Texas seine Hinrichtung verschoben hatte.

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Kardashian und der Fall Rodney Reed: "Er hat gesagt 'Gelobt sei Jesus'"

"Es war extrem emotional", sagte Kardashian. "Gelobt sei Jesus" habe Reed in dem Moment gesagt. Auf Instagram schrieb die Frau von Kanye West, dass Worte nicht beschreiben könnten, wie groß die Erleichterung in diesem Moment gewesen sei. Es sei ein Privileg gewesen, in diesem Augenblick neben Reed gesessen zu haben. Kardashian sei dankbar für all die Unterstützung von jenen, die ihre Stimme erhoben haben.

Auch Rihanna und Beyoncé setzten sich für Reed ein

Reed sitzt nach Angaben der Organisation Innocence Project seit 1998 wegen der Ermordung an einer jungen Frau im Jahr 1996 in der Todeszelle. Er beteuert bis heute seine Unschuld. Dass seine DNA am Mordopfer Stacey Stites gefunden wurde, erklärt er mit einer Affäre mit der Frau und einvernehmlichem Sex am Tag der Ermordung.

2001 nahm sich das Innocence Project der Sache an. Die New Yorker Organisation hat inzwischen fast 400 zu Unrecht Verurteilte freibekommen, darunter 21 Todeskandidaten (lesen Sie hier mehr zum Fall Rodney Reed).

Hinrichtungen seit 1976

Die Prozessführung war dubios: Bei dem sechswöchigen Verfahren präsentierte die Staatsanwaltschaft grausige Morddetails und stellte Reed als notorischen Sexualstraftäter dar. Im Mai 1998 verhängte die Jury die Todesstrafe.

Neben Kardashian hatten sich auch Rihanna, Beyoncé und die Oscar-Preisträgerin Susan Sarandon für eine Freilassung Reeds ausgesprochen.

bam



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