"King of Pop" Leibarzt soll Jackson Anästhetikum verabreicht haben

Wie starb Michael Jackson? Wurde er ermordet? Im Visier der Ermittler befindet sich nun sein Leibarzt Conrad Murray. Er soll dem Popstar das sonst nur bei Operationen eingesetzte Anästhetikum Propofol verabreicht und den Notruf erst nach mehr als 20 Minuten gewählt haben.


Burbank - Die Ermittlungen zum Tod Michael Jacksons konzentrieren sich einem Bericht zufolge nun auf dessen Leibarzt Conrad Murray. Der Mediziner, der zum Zeitpunkt des Todes Jacksons bei dem Sänger war, kooperiere nicht mit der Polizei, berichtet die Internetseite "TMZ" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Es gebe jedoch Beweise, dass Murray seinem Patienten das sonst nur bei Operationen eingesetzte Anästhetikum Propofol verabreicht habe. Murrays Anwalt Ed Chernoff wollte dies dem Bericht zufolge weder bestätigen noch dementieren.

Laut "TMZ" wurden Hinweise gefunden, dass Jackson kurz vor seinem Herzstillstand Propofol verabreicht wurde. Sollte sich bestätigen, dass Murray dafür verantwortlich war, könnte dies nach Angaben aus Ermittlerkreisen zu einer Anklage wegen Totschlags führen.

Das Misstrauen der Polizei errege auch der Umstand, dass Murray erst nach 20 bis 30 Minuten die Rettungskräfte verständigt hatte. Der Arzt hatte dies damit begründet, dass er Jacksons Adresse nicht kannte. Jacksons Dermatologe Arnold Klein soll "TMZ" zufolge ebenfalls nicht umfassend mit den Ermittlern zusammenarbeiten.

Zum Tod von Michael Jackson
Sony BMG/Reuters

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Kleins langjährige Assistentin Debbie Rowe wird nach Informationen der Zeitschrift "People" am 20. Juli bei der Anhörung zur vorläufigen Vormundschaft ihrer zwei Kinder aus der Ehe mit Jackson anwesend sein. Prince Michael, 12, und Paris, 11, befinden sich derzeit gemeinsam mit ihrem jüngeren Bruder Prince Michael II., 7, in der Obhut ihrer Großmutter Katherine Jackson.

Jacksons Schwester LaToya äußerte ebenfalls den Verdacht, dass ihr Bruder einem Komplott zum Opfer fiel. "Ich glaube, dass Michael ermordet wurde, ich habe das von Anfang an gespürt", sagte die 53-Jährige in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit den britischen Zeitungen "The Mail on Sunday" und "News of the World".

Ihr Bruder sei Opfer einer "Verschwörung" geworden. "Michael war mehr als eine Milliarde Dollar wert" und sei daher von gierigen Menschen umgeben gewesen, sagte sie. Mit Blick auf die bevorstehenden Comeback-Konzerte in London habe sie daher zu ihrer Familie gesagt: "Er wird es niemals nach London schaffen." Schließlich sei er "tot mehr wert als lebendig".

Zu den 50 Konzerten in London sei Michael Jackson ohnehin nur von einer mysteriösen Gruppe von Trittbrettfahrern gezwungen worden, die ihn von seiner Familie und seinen Freunden isolierten. Diese Menschen hätten Michael Jackson als "Goldesel" betrachtet und ihn drogenabhängig gemacht.

"Ich denke, dass das sein System so sehr erschütterte, dass es ihn umbrachte", sagte LaToya Jackson. Sie fügte hinzu, dass in seinem Haus Schmuck gefehlt habe und kein Bargeld zu finden gewesen sei, obwohl er sonst viel davon zu Hause aufbewahrt habe.

Jackson war vor mehr als zwei Wochen unerwartet mit 50 Jahren an Herzversagen gestorben. Die Todesursache wird noch untersucht. Die Polizei von Los Angeles schließt nach den Worten ihres Chefs Bill Bratton Mord nicht aus. Zuvor hatte auch Michaels Vater, Joe Jackson, einen entsprechenden Verdacht geäußert.

jjc/ddp

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insgesamt 870 Beiträge
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freewheeling 08.07.2009
1. bad, bad news again ...
Ich habe soeben eine streng vertrauliche Mail erhalten die besagt, dass unser MJ nun zu den "Nicht-Toten" gehoert, auch genannt "Zombies". Was das bedeutet muss allen klar sein! Mein Gott, das Video von Heino als Zombie kommt mir in den Sinn, wenn das noch einer kennt, als ploetzlich dutzende Heino-Zombies mit Klampfe im Gleichschritt ueber den Friedhof marschierten. Was kann man bloss tun um das Unheil fuer die Menschheit abzuwenden??? Ich liebe euch alle!!!!
TommIT, 08.07.2009
2.
Zitat von sysopDer "King Of Pop" ist tot - Millionen trauern um ihn. Was wird von Michael Jackson in Erinnerung bleiben?
Der King of Pop ist tot - und in 100 Jahren noch nicht einmal das Es lebe die Lizensrechte, die Erbschaft und die vom Saulus zum Paulus genesene Mama. Die VIEEELLEN Freunde die wie Kakerlaken aus der Ritze kommen. Das erinnert mich irgendweie an die Vögel mit längerem Hals und Platte. Es ist rührend dass man mehr Freunde hat wenn man tot ist, als man lebend hatte.
SwissMatthias72 08.07.2009
3. Mythos
Von Michael Jackson wird ein Mythos übrig bleiben. Die Erinnerung an einen Menschen, der nie eine Kindheit hatte, der zu schnell ins Showbusiness gestossen wurde; der eigentlich ein einsamer Mensch war, der nur geliebt werden wollte. Er wird den gleichen Platz einnehmen wie Elvis Presley; man wird noch in den nächsten Generationen noch von ihm reden. Und vor allem wird seine Musik die Generationen überdauern.
wowiku, 08.07.2009
4.
Zitat von sysopDer "King Of Pop" ist tot - Millionen trauern um ihn. Was wird von Michael Jackson in Erinnerung bleiben?
Hoffentlich nichts. Gibt es nicht wichtigere Themen als diesen Mann ?
ReinerG, 08.07.2009
5.
Außer dem Trara um seinen Tod wohl nichts.
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