Klage gegen Modern-Talking-Sänger Andersens Märchen

Niederlage für Ex-Modern-Talking-Sänger Thomas Anders: Ein Gericht hat entschieden, dass der Schmuse-Sänger nicht mehr über seine Ex-Frau lästern darf. Schade eigentlich.


Koblenz - Ex- Modern-Talking-Sänger Thomas Anders muss sich künftig bei Aussagen über seine Ex-Frau Nora zurückhalten. Das Landgericht Koblenz gab am Freitag ihrem Antrag auf einstweilige Verfügung statt.

Bestimmte Aussagen aus seiner Autobiografie "100 Prozent Anders" darf der Sänger zunächst nicht mehr äußern. Im Falle einer Zuwiderhandlung wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro festgesetzt. "Wir werden das Urteil prüfen und gegebenenfalls Rechtsmittel einlegen", sagte Anders' Anwalt Christian Schertz.

Während Nora, die 14 Jahre mit Anders verheiratet war, zur Verhandlung erschien, kam Anders nicht zum Prozess, obwohl das Gericht das Erscheinen beider Beteiligten angeordnet hatte. Die Seite von Thomas Anders hatte zudem einen Befangenheitsantrag gegen sämtliche Kammermitglieder gestellt.

In dem Buch heißt es unter anderem, es sei Nora "nie in den Sinn gekommen", einen Beruf auszuüben. Mit monatlichen Ausgaben um die 30.000 Mark sei die Frau "eine Geldvernichtungsmaschine" gewesen. Anders schreibt außerdem, seine erste Ehe habe unter einem schlechten Stern gestanden. Seine Mutter habe "das Verhängnis" von Anfang an kommen sehen, auch sein Vater sei sicher gewesen, dass die Verbindung nicht von Dauer sein werde.

Nora Balling hatte sich auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung berufen, die sie und Anders bei der Scheidung getroffen hatten. Diese Vereinbarung hält das Gericht für rechtswirksam.

jbr/dapd/dpa



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