Klatsch und Knatsch "Alles andere zählt nit"

Bill Murray outet sich als Fan von Selena Gomez, Kim Kardashian entzückt Donald Trump - und zwischen Metallica und den Höhnern bahnt sich eine ungewöhnliche Freundschaft an. Die Promimeldungen der Woche.

Felix Hörhager/ DPA

Die Freunde der Woche ...

… könnten die Hardrock-Band Metallica und die Kölner Karnevalskapelle Höhner werden. Nachdem sich die US-Musiker bei ihrem Auftritt im Rheinenergie-Stadion die kölsche Hymne "Viva Colonia" abquälten, will sich die Band aus dem Rheinland nun revanchieren.

"Ich denke da an 'Alles andere zählt nit' - die kölsche Übersetzung von 'Nothing Else Matters'", sagte Höhner-Sänger Henning Krautmacher der Nachrichtenagentur dpa. Er könne sich vorstellen, den Metallica-Hit für die Höhner-Classic-Konzerte im August umzuschreiben. "Da es von dem Song ohnehin schon eine klassische Version gibt, würde das gut passen."

Nach dem Konzert hätten mehrere Musiker-Kollegen, die im Kölner Stadion dabei waren, ihm und den anderen Höhner-Mitgliedern Videoclips von der Metallica-Darbietung geschickt. "Das ist natürlich ein Ritterschlag für uns", sagte Krautmacher. Metallica hätten etwas riskiert, den Song zu spielen. "Es hätte ja auch sein können, dass das Publikum das gar nicht gut findet. Aber in Köln funktioniert sowas eben."

Den Auftritt der Woche...

… hatte Kim Kardashian. Im Weißen Haus berichtete sie von ihrem neuesten Projekt - Hilfe für Ex-Häftlinge. Ehemalige Insassen sollen bald Gutscheine bekommen, mit denen sie bei einem Fahrdienst Autos mieten können. So sollen sie zu ihrer Arbeit oder Bewerbungsgesprächen fahren können. Kardashian zufolge sind fehlende Transportmöglichkeiten ein großes Hindernis für die Wiedereingliederung.

Der Gastgeber, US-Präsident Donald Trump, freute sich jedenfalls über den Besuch. Er sei ein Fan, sagte er - und nannte Kardashian und ihren Ehemann Kanye West "Freunde".

Die Liebeserklärung der Woche...

… machte Rihanna und zwar an sich selbst. Bei all dem Stress der vergangenen Zeit habe sie sich Zeit für sich selbst nehmen müssen, verriet sie in einem Gespräch mit dem US-Magazin "Interview". "Wenn du unglücklich bist, dann bist du auch unglücklich während du Dinge machst, die du eigentlich liebst", sagte Rihanna. Ihre Arbeit habe Rihanna immer als ihre Bestimmung gesehen. Deshalb wolle sie nicht, dass diese ihr lästig werde.

Als sie eine neue Beziehung begann habe sie gemerkt: "Ich muss mir hierfür Zeit nehmen." Deshalb sind heute in ihrem Kalender zwei, drei Tage am mit einem großen "P" versehen. Das bedeutet: "Persönliche Tage".

Den Streit der Woche...

… fachte Schauspielerin Jessica Biel an. Für ein Foto posierte sie mit dem umstrittenen Robert F. Kennedy Jr. Kritiker unterstellten ihr deshalb, sie lobbyiere für den Impfgegner. Alles nicht so gemeint, schob die 37-Jährige hastig hinterher.

Sie sei keine Impfgegnerin, schrieb Biel auf Instagram. Jedoch will die Ehefrau von Justin Timberlake nicht, dass ein geplantes Gesetz in Kalifornien umgesetzt werde. Dieses sieht vor, dass Kinder nur in Ausnahmefällen nicht geimpft werden dürfen. Ihre engsten Freunde hätten aber ein Kind mit einer Krankheit, das eine Ausnahme von der geplanten Impfpflicht benötige. "Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, würde es die Möglichkeit dieser Familie, sich in diesem Bundesstaat um ihr Kind zu kümmern, erheblich beeinträchtigen."

Die Enthüllung der Woche...

… kam von Sophie Turner. Sie war ab 2011 in "Game of Thrones" zu sehen. Die Castingdirektorin habe vor Start der Dreharbeiten an verschiedenen Schulen nach Nachwuchsschauspielern gesucht, berichtete die 23-Jährige. "Ich und alle meine Freunde haben vorgesprochen", sagte sie. "Wir dachten, es wäre irgendwie eine lustige, spaßige Sache."

Doch zumindest in ihrem Fall wurde das Ganze schnell etwas ernster: Sie sei immer weiter gekommen. Ihre Familie weihte Turner zunächst nicht ein - dabei war sie damals erst ein Teenager: "Ich habe es meinen Eltern nicht erzählt", sagte sie. "Sie haben es einfach irgendwie rausgefunden." Allerdings erst als Turner bereits unter den letzten sieben Kandidatinnen war.

Ihre Mutter war offenbar überrumpelt: Sie sei "ausgeflippt", habe nach Turners Vater gerufen und gesagt: "Ich weiß nicht, ob wir das schaffen können." Der sah das Ganze laut Turner entspannter - er habe gesagt: "Sei still, das ist es, was sie ihr ganzes Leben lang wollte. Du musst sie es versuchen lassen."

Den prominentesten Fan der Woche...

… hat Selena Gomez - nämlich ihren Schauspielkollegen Bill Murray. Der hat die 26-Jährige so lieb gewonnen, dass er sie seiner Mutter vorstellen würde. Das jedenfalls sagte der 68-Jährige dem Magazin "People": "Wenn meine Mutter noch leben würde, würde ich sie mit zu ihr nach Hause bringen."

Die beiden Schauspieler spielen im neuen Film von US-Regisseur Jim Jarmusch mit. Murray gestand, Gomez falsch eingeschätzt zu haben. Er habe gewisse Vorurteile gegen jemanden gehabt, der so viele Follower hat - nämlich "55 Millionen, Milliarden". Von seinen Vorurteilen ist offenbar nicht viel übrig geblieben: "Ich mochte sie wirklich sehr", sagte Murray.

Das Stehaufmännchen der Woche...

… ist Mick Jagger. Der Rolling-Stones-Frontmann hatte im März wegen einer Herz-OP mehrere Konzerte abgesagt - nun hat er sich mi einem Interview zurückgemeldet und Normalität signalisiert. "Ich fühle mich sehr gut", sagte der 75-Jährige laut dem Musikmagazin "Rolling Stone" in einem Radiointerview.

Mit dem kanadischen Sender Q107 sprach er demzufolge unter anderem über die Arbeit mit seiner Band, die bereits wieder begonnen habe: "Wir haben in den letzten Wochen viel geprobt", sagte er. Auch in seinem Alltag scheint der Musiker wieder belastbar zu sein.

Schon knapp sechs Wochen nach dem Krankenhausaufenthalt hatte Jagger ein Video in sozialen Medien hochgeladen, in dem er tanzend in einem Studio zu sehen ist. "Heute Morgen habe ich Sport gemacht. Nichts Verrücktes", sagte er nun dem Bericht zufolge. "Danach bin ich zur Probe mit dem Rest der Band."

bbr/wit/apr

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