Royaler Tierschützer König Charles III. verbannt Foie Gras aus all seinen Palästen

Stopfleber ist eine umstrittene Delikatesse. Der neue britische König will sie nicht servieren lassen. Die Tierrechtsorganisation Peta macht ihm deshalb ein veganes Geschenk.
Tierschützer und Naturliebhaber Charles (damals noch Prinz von Wales) im April 2022

Tierschützer und Naturliebhaber Charles (damals noch Prinz von Wales) im April 2022

Foto: Andrew Milligan / dpa

Der britische König Charles III. hat nach Angaben der Tierrechtsorganisation Peta die umstrittene Delikatesse Foie Gras aus allen königlichen Residenzen verbannt. »Ich kann bestätigen, dass Foie Gras weder vom königlichen Haushalt erworben noch in den königlichen Residenzen serviert wird, und es gibt keine Pläne, diese Politik zu ändern«, heißt es in einem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Brief eines hochrangigen Bediensteten des Monarchen an die Organisation.

Das Schreiben ist auf den 10. November datiert und von Tony Johnstone-Burt, dem Leiter des Haushalts des Königs, unterschrieben. Der Buckingham-Palast antwortete auf eine Anfrage der AFP um Stellungnahme zunächst nicht.

Zum Dank gab's vegane Stopfleber

Wie die Organisation mitteilte, hatte Charles III. bereits in seiner vorherigen Rolle als Prinz von Wales das »verabscheuungswürdige Produkt« aus königlichen Wohnsitzen entfernt. Nun habe Peta die Bestätigung erhalten, dass die »mitfühlende Politik« des Monarchen auch für den Buckingham-Palast und andere königliche Residenzen gelte, erklärte die Gruppe.  Zum Dank habe Peta ihm vegane Stopfleber geschickt.

Peta setzt sich seit Langem dafür ein, Stopfleber aus ethischen Gründen zu verbieten. Sie wird hergestellt, indem Enten oder auch Gänse mithilfe eines Schlauchs im Hals zwangsgefüttert werden. Kritiker verurteilen die Technik als unnötig grausam und Stress erzeugend.

kfr/AFP
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