Königliche Playlist Obama schenkt Queen iPod

"Diamonds are a girl's best friend": Was schenkt man einer 82-Jährigen, die eigentlich alles hat? Stofftaschentücher? Ein Buch in Großdruck? Weit gefehlt. Das US-Präsidentenpaar bewies Zeitgeist - und überreichte Elisabeth II. einen MP3-Player mit ihren Lieblingsliedern.


London - US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle waren am Mittwochabend die ersten, die Queen Elizabeth II. vor den anderen G-20-Staats- und Regierungschefs empfing. Gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Philip begrüßte die britische Königin das Paar aus Washington.

Schon vor dem Treffen zeigte sich Obama begeistert. Er freue sich auf die Begegnung, sagte er. Er schätze die Werte, für die die Queen stehe, wie beispielsweise Anstand und Höflichkeit. Die Beziehungen zwischen Amerikanern und Briten seien etwas ganz Besonderes. Ein Amerikaner, der zu Besuch in Großbritannien sei, verspüre ein "Gefühl der Vertrautheit wie auch des Andersseins", sagte Obama auf einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem britischen Premierminister Gordon Brown.

Bei der privaten Unterredung mit der Queen überreichte er ihr einen personalisierten iPod mit Videos von ihrem Besuch 2007 in den USA und ihrer Lieblingsmusik. Außerdem bekam sie auch noch ein seltenes und vom Komponisten Richard Rodgers signiertes Gesangsbuch.

Die britische Königin und ihr Mann Prinz Philip überreichten ihren Gästen im Gegenzug signierte Porträts von sich.

"Es war ein wunderbarer Besuch", sagte Obama anschließend. "Ihre Majestät ist entzückend." Königin Elisabeth ist damit mit elf der letzten zwölf US-Präsidenten zusammengekommen, wie ein Sprecher des Buckingham-Palasts erklärte. Dazu zählte auch ein Treffen mit Harry Truman, als sie noch Prinzessin war. Der einzige Präsident, den sie nicht traf, war Lyndon Johnson.

Die royale Playlist umfasst Songs aus populären Broadway-Produktionen:

Die royale Playlist

"Oklahoma!"
"If I Loved You", Jan Clayton, aus "Carousel"
"You'll Never Walk Alone", Jan Clayton, aus "Carousel"
"There's No Business Like Show Business", Ethel Merman, aus "Annie Get Your Gun"
"Once in Love with Amy (Where's Charley?)", Ray Bolger aus "South Pacific"
"Some Enchanted Evening" aus "South Pacific"
"Diamonds Are a Girl's Best Friend", Carol Channing, aus "Gentlemen Prefer Blondes"
"Getting to Know You", Gertrude Lawrence, aus "The King and I"
"Shall We Dance?" Gertrude Lawrence, aus "The King and I"
"I Could Have Danced All Night", Julie Andrews, aus "My Fair Lady"
"I've Grown Accustomed to Her Face", Rex Harrison, aus "My Fair Lady"
"The Party's Over (Bells Are Ringing)", Judy Holliday
"Maria", aus "West Side Story"
"Tonight", aus "West Side Story"
"Seventy Six Trombones", aus "The Music Man"
"Everything's Coming up Roses", Ethel Merman, aus "Gypsy"
"The Sound of Music"
"Try to Remember", Jerry Orbach, aus "The Fantasticks"
"Camelot", Richard Burton
"If Ever I Would Leave You", Robert Goulet, aus "Camelot"
"Hello, Dolly!", Carol Channing
"If I Were a Rich Man", Zero Mostel
"Fiddler on the Roof"
"People", Barbra Streisand, aus "Funny Girl"
"On a Clear Day (You Can See Forever)", John Cullum
"The Impossible Dream", Richard Kiley, aus "Man of La Mancha"
"Mame", Charles Braswell
"Cabaret", Liza Minnelli
"Aquarius", Ronald Dyson, aus "Hair"
"Send in the Clowns", Judy Collins, aus "A Little Night Music"
"All That Jazz", Chita Rivera, aus "Chicago"
"One", aus "A Chorus Line"
"Tomorrow", Andrea McArdle, aus "Annie"
"Don't Cry for Me Argentina", Patti LuPone, aus "Evita"
"And I Am Telling You I'm Not Going", Jennifer Holliday, aus "Dreamgirls"
"Memory", Elaine Paige, aus "Cats"
"The Best of Times", George Hearn, aus "La Cage Aux Folles"
"I Dreamed a Dream", Aretha Franklin, aus "Les Misérables"
"The Music of the Night", Michael Crawford, aus "The Phantom of the Opera"
"As If We Never Said Goodbye", Elaine Paige, aus "Sunset Blvd."
"Seasons of Love", aus "Rent"

han/AP



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