Kritik an britischem "Mirror" Heather Mills sieht sich als Opfer von Spitzelattacke

Nach dem Skandal um Murdochs "News of the World" steht eine zweite britische Boulevardzeitung im Verdacht, Mailboxen von Prominenten abgehört zu haben: der "Mirror". Eines der Opfer soll Heather Mills sein. Behauptet zumindest: Heather Mills.

Heather Mills: Von Journalisten angeblich beim Streiten belauscht
REUTERS

Heather Mills: Von Journalisten angeblich beim Streiten belauscht


London - Im Skandal um illegale Recherchemethoden bei britischen Boulevardzeitungen gibt es Vorwürfe gegen ein zweites Blatt: Heather Mills, Ex-Frau von Paul McCartney, Ex-Model und Ex-Tanzshow-Kandidatin, erzählte der BBC am Mittwoch, ein Journalist der "Mirror"-Gruppe habe ihr Telefon abgehört. Allerdings liegt der Vorfall schon ein Jahrzehnt zurück.

McCartney habe ihr damals nach einem Streit eine Nachricht auf Band hinterlassen, sagte Mills. Daraufhin habe ein Journalist bei ihr angerufen, sie auf den Streit angesprochen und Teile der Nachricht "Wort für Wort" zitiert. Auf ihre Nachfrage habe der Mann dann zugegeben, ihre Mobilbox gehackt zu haben. Als sie ihm mit rechtlichen Schritten gedroht habe, habe er auf eine Veröffentlichung der Geschichte des Streits verzichtet.

Warum Heather Mills erst jetzt auspackt, zehn Jahre nach dem angeblichen Vorfall und mehrere Wochen nachdem der "News of the World"-Skandal publik wurde, ist ungewiss. Ihre Glaubwürdigkeit wurde in der Vergangenheit zumindest angezweifelt. So sagte beispielsweise der Richter im Scheidungsprozess von Mills und dem Beatles-Star 2008, die Angaben von Mills vor Gericht seien "nicht nur widersprüchlich und falsch gewesen, sondern auch alles andere als aufrichtig".

Skandal, die Zweite

Bislang steht die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" im Mittelpunkt des Medienskandals um abgehörte Telefone, bestochene Polizisten und andere illegale Recherchemethoden. Rund 4000 Telefone von Prominenten und Privatleuten soll die Zeitung abgehört haben, darunter auch die von Soldatenwitwen und Mordopfern.

Die "News of the World" gehörte zur Zeitungsgruppe News International des Medienmoguls Rupert Murdoch. Nun gerät erstmals ein Konkurrent ins Visier. Die Zeitungsgruppe "Trinity Mirror" gibt neben der Boulevardzeitung "Daily Mirror" unter anderem die beiden Sonntagszeitungen "Sunday Mirror" und "The People" heraus.

Ein Sprecher der "Mirror"-Gruppe erklärte zu den Vorwürfen, dass alle Journalisten des Hauses innerhalb der gesetzlichen Vorgaben und der Presserichtlinien arbeiteten. Laut BBC haben aber weitere Prominente, darunter Fußballer Rio Ferdinand, den Verdacht, dass "Mirror"-Journalisten ihre Mobilboxen abgehört haben.

aar/dapd/AP/dpa



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yogibimbi 04.08.2011
1. Zecke
Ach herrje, hat die Guteste denn schon all das Geld von Sir Paul verbraten? Muss sie sich jetzt woanders eindecken? oK, sie ist eine Frau und obendrein noch (körperlich) behindert, aber sie sollte doch schon im Scheidungsprozess gemerkt haben, dass man ein Pferd nicht mehr reiten kann, wenn es erstmal tot ist, die Samthandschuhe haben die Richter doch damals schon ausgezogen, weil sie's mit ihrer Gier zu weit getrieben hat. Die alte Zecke schafft es mit ihrer Blutsaugerei doch wirklich, allen Frauen, die ein bisschen emanzipierter sind und sich ihr eigenes Geld erarbeiten, allerheftigst vors Schienbein zu treten.
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