Popstar Lady Gaga Diese verdammten Jungs

Als Popstar hat es Lady Gaga nach ganz oben geschafft. Einfach war das offenbar nicht. In einer emotionalen Rede klagt die Künstlerin, wie hart die Musikbranche für Frauen sei.

AP

Lady Gaga hat es in wenigen Jahren zu einem der weltweit erfolgreichsten Popstars gebracht. Doch wer denkt, ihre Karriere sei schlicht traumhaft, liegt offenbar falsch. In der Nacht zu Freitag wurde die 29-Jährige in New York von der Musikzeitschrift Billboard als Frau des Jahres geehrt - und wandte sich in einer emotionalen Rede an das Publikum, wie das Magazin "People" berichtet.

"Was ich wirklich sagen möchte", so hob sie an, "ist die Tatsache, dass es für Frauen in der Musik manchmal wirklich schwer ist." Die Branche sei ein "verdammter Jungsklub", der auf das weibliche Geschlecht herabblicke. "Ich habe mich so lange bemüht, ich wollte einfach nur wegen meiner Intelligenz ernstgenommen werden, nicht wegen meines Körpers."

Die Weisheit der Frauen

Sie habe manchmal das Gefühl, manche Leute würden ihr musikalische Fähigkeiten absprechen, weil sie eine Frau sei. Die Billboard-Auszeichnung sei auch deshalb "so wichtig, weil Frauen der Musik eine Weisheit geben, die sehr speziell ist und sehr einzigartig". Die Perspektive von Frauen sei anders, "weil wir Leben geben". Das Publikum in New York applaudierte.

Lady Gaga heißt mit bürgerlichem Namen Stefani Joanne Angelina Germanotta. Begleitet wurde sie am Abend von Mutter Cynthia und ihrem Verlobten Taylor Kinney. Sechs Mal gewann Lady Gaga bereits einen Grammy, den Oscar der Musikbranche. In diesem Jahr nahm sie mit Jazzlegende Tony Bennett ein Album auf - auch wegen dieser innovativen Kooperation ehrten sie die Billboard-Macher.

Neben ihrer Musikkarriere arbeitet Lady Gaga auch als Schauspielerin. In der Serie "American Horror Story" feierte sie ihr Debüt - und wurde jüngst für die Golden Globes nominiert.

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spon-1309986622190 12.12.2015
1. Keine Kritik
Alte Leier: böse Männer benachteiligen mich, dabei sind Frauen die besseren ( weil lebengebenden) menschen. Wenn ich mit so schlechter Musik so viel Geld machen würde, würde ich in tiefster Dankbarkeit schweigen. Um dem Verdacht aus dem weg zu gehen ich kritisierte ihre Musik weil sie ne Frau ist: ich finde auch Justin Bieber, cro und ca eine Millionen andere Popstars beider Geschlecht furchtbar.
bruno bär 12.12.2015
2.
Also haben ihre Produzenten und Berater sie gezwungen ihren Körper einzusetzen um die Verkaufszahlen zu steigern? Vielleicht sollte sie wissenschaftliche Abhandlungen schreiben, wenn sie durch ihre Intelligenz überzeugen möchte. Man fragt sich natürlich wie es kommt, dass es da einen boys-club gibt, wo es doch zahlreiche Frauen gibt die mit ihrer Musik sehr reich geworden sind. Warum gründen die nicht einfach ein Musiklabel und machen es für die armen Frauen einfacher? Mich kotzt diese Unterdrückungshypothese so unglaublich an. Ich kann singen, dafür mache ich aber auch nicht meine durchweg weiblichen Musiklehrer verantwortlich, ich wurde nicht unterdrückt ich hab einfach kein Talent. Und viele Leute mit sehr viel Talent schaffen es nicht und - surprise - darunter sind auch Männer.
nightwatchman 12.12.2015
3.
"......ich wollte einfach nur wegen meiner Intelligenz ernstgenommen werden, nicht wegen meines Körpers." Da stellt sich mir die Frage, wieso diese Künstlerin ständig halbnackt herumhüpft.
enfanterrible 12.12.2015
4. Es ist schlimm
Ich habe mich auch so lange bemüht, ich wollte sie einfach nur wegen ihrer Intelligenz ernst nehmen, nicht wegen ihres Körpers. Aber sie hatte sich perfekt als Sexobjekt und Modekünstlerin getarnt, darum hatte ich keine Chance. Schlimm schlimm, dieses Popgeschäft. Da wird gnadenlos die Intelligenz unterdrückt - bei Frauen viel mehr als bei Männern, aber am allerschlimmsten bei den Konsumenten. Ich bin den Tränen nahe und lasse deshalb ab sofort das Radio aus.
Criticz 12.12.2015
5. Mir wäre neu dass Männern rote Teppiche
Ausgelegt werden und am nächsten Tag sind sie Popstar. Es ist schon erstaunlich, dieses Dauergejammere. Wie viele , und ich vermute glatt Männer könnten auch dabei sein, scheitern eigentlich? PS: noch peinlicher ist es, dass gerade sie Körper und Sexualität zu Marketingzwecken einsetzt....um sich jetzt darüber zu beschweren. Wie viel Widerspruch erträgt der Mensch?
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