US-Popdiva Lady Gaga sagt Europa-Konzerte wegen Schmerzen ab

Starke Schmerzen zwangen Lady Gaga, ein Konzert in Rio de Janeiro abzusagen. Nun kündigt die Sängerin eine längere Zwangspause an. Sie müsse sich von den Traumata erholen, die "ihr tägliches Leben beeinflussen".

DPA

Lady Gaga hat den Europa-Teil ihrer Welttournee abgesagt. Wegen starker Schmerzen könne sie derzeit nicht ihr Bühnenprogramm präsentieren, teilte der Veranstalter Live Nation mit. Und auch die Sängerin selbst wandte sich per Twitter an ihre Fans.

"Ich war immer ehrlich, was meine körperlichen und geistigen Leiden angeht", schrieb Lady Gaga. Seit Jahren versuche sie, ihnen auf den Grund zu gehen. Es sei sehr schwer, alles zu erklären. "Sobald ich stärker bin und mich bereit fühle, werde ich meine Geschichte ausführlicher erzählen."

Traumata und chronische Schmerzen hätten nicht nur ihr Leben verändert, sondern hielten sie auch davon ab, ein normales Leben zu führen. "Sie halten mich auch von dem ab, was ich am liebsten auf der Welt tue: für meine Fans performen", schrieb die Sängerin weiter.

Die sechswöchige Etappe sollte am Donnerstag in Barcelona beginnen und mit einem Konzert Ende Oktober in Köln abschließen. Die Termine sollen nun Anfang 2018 nachgeholt werden. In Deutschland waren neben Köln noch Auftritte in Hamburg und Berlin geplant.

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Lady Gaga: Keine Konzerte in Europa

Lady Gaga war am Donnerstag in ein Krankenhaus gebracht worden, sie musste deshalb bereits ihr Konzert in Rio de Janeiro absagen. "Es ist nicht bloß Hüftschmerz oder Verschleiß durch die Tour", schrieb die 31-Jährige auf Twitter.

Die Sängerin hatte vor Kurzem mitgeteilt, dass sie unter der chronischen Erkrankung Fibromyalgie leidet, zu deren Symptomen Müdigkeit und Schmerzen gehören. Vergangene Woche hatte sie bereits auf dem Filmfestival in Toronto angekündigt, dass sie sich nach der Tournee eine Weile zurückziehen werde. "Ich freue mich aufs Nachdenken, aufs Verlangsamen und auf Heilung, weil das wichtig ist", sagte die Sängerin. Sie wolle jedoch weiterhin kreativ sein.

Bereits in früheren Interviews hatte sie erklärt, dass sie an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen leide.

asa/dpa



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