Lady Gaga schimpft auf US-Präsident Trump "Okay, entschuldigt, ich war kurz aufgebracht"

Wegen der Haushaltssperre bekommen etliche Menschen in den USA seit Wochen kein Gehalt. Lady Gaga hat Präsident Trump nun mit heftigen Worten attackiert - und dafür sogar ein Konzert unterbrochen.

DPA/ Invision

Der längste Haushaltsstreit in der Geschichte der USA ging am Samstag in die fünfte Woche. Der Shutdown betrifft 800.000 Bundesbedienstete, denen kein Lohn ausgezahlt wird.

Dieser Zustand macht die Sängerin Lady Gaga offenbar wütend. Sie hat eines ihrer Konzerte in Las Vegas unterbrochen, um US-Präsident Donald Trump zu attackieren. Ein Video des Auftritts kursiert im Netz.

Sie saß am Klavier und hatte eigentlich schon angefangen zu singen. "Der verdammte Präsident der Vereinigten Staaten könnte die Regierung mal wieder zum Laufen bringen", sagte die 32-Jährige offensichtlich wütend ins Mikro. "Es gibt Menschen, die von Gehalt zu Gehalt leben und ihr Geld brauchen."

Hintergrund des Streits zwischen US-Präsident Trump und den Demokraten ist der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Trump verlangt dafür 5,7 Milliarden Dollar.

Lady Gaga kritisierte außerdem Vizepräsident Mike Pence, dessen Ehefrau an einer Schule unterrichtet, die Menschen der LGBTQ-Gemeinschaft ausschließt. "Sie sind das schlechteste Beispiel dafür, was es bedeutet, ein Christ zu sein. Ich bin selbst christlich, und das, was ich über das Christentum weiß, ist, dass wir niemanden verurteilen und jeder willkommen ist."

Von ihrem Publikum erntet die Sängerin am Samstagabend in Las Vegas dafür tosenden Applaus. Trotzdem entschuldigt sie sich kurz darauf mit den Worten "Okay, entschuldigt, ich war kurz aufgebracht", und setzt ihre Show anschließend fort.

Lady Gaga ist bekannt dafür, die LGBTQ-Gemeinschaft zu unterstützen. Vergangenen Juni lief sie bei der Gay-Pride-Parade in New York mit.

cto



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