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12. Dezember 2011, 08:44 Uhr

Lästiger Fan

Kirsten Dunst hält Stalker auf Abstand

Er verkaufte sein Haus in Frankreich, um Reisen nach Los Angeles zu finanzieren: Ein aufdringlicher Fan hat Hollywood-Star Kirsten Dunst und deren Familie in den vergangenen Wochen zu schaffen gemacht - jetzt darf sich der Stalker seinem Opfer nicht mehr nähern.

Los Angeles - Kirsten Dunst hat eine einstweilige Verfügung gegen einen aufdringlichen Fan erwirkt. Der 51-jährige Mann aus Dijon in Frankreich dürfe der Hollywood-Schauspielerin nun nicht mehr näher als 100 Yards (91,44 Meter) kommen, berichtet der britische "Daily Mirror". Das habe ein Gericht in Los Angeles entschieden.

Der Fan habe die 29-Jährige mit Briefen bombardiert, Dunst habe jedoch auf keines der rund 50 Schreiben reagiert. Zudem sei der Stalker bisher fünfmal in die USA geflogen und habe im Auto vor Dunsts Haus auf sie gewartet, berichtet das Blatt. "Ich habe Angst um meine Sicherheit, genauso wie um die Sicherheit meiner Familie und von Freunden, die mich zu Hause besuchen", sagte Dunst laut Gerichtsunterlagen.

Die Mutter des "Spiderman"-Stars, Inez Dunst, sagte, sie habe sich Sorgen gemacht, nachdem der Franzose in der vergangenen Woche an ihrer Haustür auftauchte, um ihre Tochter zu treffen. Um weiter in die USA reisen zu können, habe der Mann sogar sein Haus verkauft, heißt es in dem Bericht.

Deutsche Staatsbürgerschaft angenommen

Dunst hat seit einigen Monaten auch einen deutschen Pass. "Ich bin jetzt eine richtige internationale Lady, die ohne weiteres in Europa drehen kann", sagte sie im September der Berliner Tageszeitung "B.Z.". Die Sprache beherrsche sie bereits, "allerdings nur Kinderdeutsch". Das will sie verbessern: "Es wäre die größte Freude für mich, in einem deutschen Film mitzuspielen."

Dunst hat eine schwedische Mutter und einen deutschen Vater mit Verwandtschaft in Hamburg. Es zieht sie allerdings eher in die Haupt- als in die Hansestadt. "Ich würde aber doch lieber in Berlin eine Wohnung kaufen", sagte Dunst. "Sie ist die jüngere Stadt, und momentan passiert einfach sehr viel in Berlin."

International ist Dunst seit Jahren erfolgreich. Für die Rolle als depressive Braut Justine in Lars von Triers "Melancholia" wurde die US-Schauspielerin bei den Filmfestspielen in Cannes als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Bekannt wurde sie 1994 als Zwölfjährige in dem Filmklassiker "Interview mit einem Vampir".

wit/dapd

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