Dänischer Starregisseur Lars von Trier an Parkinson erkrankt

Bei Filmemacher Lars von Trier ist eine Parkinsonerkrankung diagnostiziert worden. Der 66-Jährige, der aktuell die lang ersehnte dritte Staffel des Serienklassikers »Geister« dreht, sei in guter Verfassung, heißt es.
Lars von Trier 2018 bei seiner Rückkehr nach Cannes: 2011 war er von den Filmfestspielen verbannt worden, weil er sich als Nazi bezeichnet hatte

Lars von Trier 2018 bei seiner Rückkehr nach Cannes: 2011 war er von den Filmfestspielen verbannt worden, weil er sich als Nazi bezeichnet hatte

Foto: JEAN-PAUL PELISSIER / REUTERS

Der dänische Regisseur Lars von Trier ist an Parkinson erkrankt. Das berichtete der dänische Rundfunk DR unter Berufung auf Zentropa, die Produktionsfirma des dänischen Filmemachers. Demzufolge ist der Regisseur (»Idioten«, »Antichrist«, »Melancholia«) jedoch trotz der Diagnose in guter Stimmung. Er werde wegen der Symptome behandelt, könne aber die Arbeit an der lang ersehnten dritten Staffel der Horrorserie »Geister« wie geplant fortsetzten.

Die Fortsetzung der Serie über ein verhextes Krankenhaus, mit der von Trier in den Neunzigerjahren TV-Geschichte schrieb, trägt den Titel »Geister: Exodus« und soll bis Ende des Jahres in Dänemark ausgestrahlt werden. Interviews werde er indes bis zur Premiere später in diesem Jahr nur noch eingeschränkt geben.

Von Trier, der wegen seiner provokativen Filme und manchmal extremen Gewaltdarstellungen umstritten ist, gewann 2000 in Cannes für »Dancer in the Dark« mit der isländischen Musikerin Björk in der Hauptrolle die Goldene Palme. Der internationale Durchbruch war ihm 1996 mit dem mehrfach ausgezeichneten Drama »Breaking the Waves« gelungen.

Die langsam fortschreitende Parkinsonerkrankung lässt Zellen im Gehirn sterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Das behindert die Steuerung von Körperbewegungen und verursacht unter anderem das typische Zittern von Betroffenen.

sak/dpa/AFP
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