"Girls"-Star Lena Dunham Einsam? Gott sei Dank

Kaum eine Schauspielerin hat mit dem Image des hässlichen Entleins mehr erreicht als Lena Dunham. In einem Interview sprach die 26-Jährige nun über ihre einsame Kindheit, die "moppelige Jugend" ohne Freunde - und warum sie gerade deshalb erfolgreich ist.

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Hamburg - Lena Dunham hat ihre Kindheit ohne Freunde verbracht. Sagt sie. Auch als "moppeliger Teenager" habe sie keinen Anschluss zu anderen Menschen gefunden, so die heute 26-Jährige, die wie kaum eine andere ihrer Generation derzeit gehypt wird. "Es war einfach ein Phänomen, dass ich nicht wusste, wie ich mit anderen Kontakt aufnehmen kann", sagte sie dem "V"-Magazin. Diesem Phänomen verdankt sie jedoch offenbar ihre Karriere.

"Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass es nur Geschichten über die schönen Mädchen gibt, die die Jungs bekommen", sagte Dunham der Zeitschrift. Diese schönen, beliebten Mädchen würden jedoch selbst nicht schreiben. Im Gegensatz zu Dunham.

Die 26-Jährige schreibt, produziert und spielt in der Erfolgs-Serie "Girls", eine Art modernes, unglamouröses "Sex and the City": statt Cocktails gibt es Bier, statt Traummännern Chaoten und statt Sarah Jessica Parker eben Lena Dunham. In ihrer Rolle gibt sie die tätowierte, leicht übergewichtige Hannah Horvath, die es als Schriftstellerin schaffen will.

Dass Dunham die Geschichten über vier Mittzwanziger auf der Suche nach Glück und Liebe schreiben konnte, verdankt sie eigenen Angaben zufolge ihrem Blick auf die Welt - dieser habe sich erst durch das Gefühl der Isolation entwickelt. Und er gefällt auch Kritikern: "Girls" war bereits mehrfach für den Fernsehpreis Emmy nominiert.

Seit ihrem Erfolg ist das Thema Isolation für Dunham übrigens abgehakt. Sie ist auf roten Teppichen zu sehen und nahm zuletzt einen zweideutigen Wahlwerbespot für Barack Obama auf. Der Verlag Random House bot der 26-Jährigen 3,5 Millionen Dollar für ihr erstes Buch, wie die "New York Times" berichtet. Es ist eine Sammlung von Essays mit dem Titel "Not That Kind of Girl: A Young Woman Tells You What She's Learned" - "Nicht diese Art Mädchen: Eine junge Frau erzählt, was sie gelernt hat".

Für die "V"-Geschichte wurde Dunham übrigens in altbekannter Manier abgelichtet. Da sitzt sie beispielsweise im schwarzen Bodysuit in einem Regiestuhl, die nackten Beine über die Lehne geschwungen, an den Füßen High Heels der berühmten Marke "Manolo Blahnik". Ja, genau: die aus "Sex and the City".

aar

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metalslug 08.01.2013
1. Meine Idee
So was schwebte mir schon lange vor: Sex in the city für Übergewichtige. Es dreht sich viel ums Essen, aber noch mehr ums Abnehmen. Was für ein Potenzial! Doch bei meinen Versuchfrauen kam die Story nie sonderlich gut an. Aber heimlich würden sie's schon gucken!!
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