Überfall in Turin Juve-Star Bonucci schlägt bewaffneten Räuber nieder

Einen Faustschlag, mehr brauchte Leonardo Bonucci nicht, um einen Räuber in die Flucht zu schlagen: Der Mann hatte den Verteidiger von Juventus Turin mit einer Waffe bedroht und wollte die Uhr des Fußballers stehlen.

Juventus-Verteidiger Bonucci: Ein Fausthieb genügte
REUTERS

Juventus-Verteidiger Bonucci: Ein Fausthieb genügte


Turin - Leonardo Bonucci wollte sich einen Ferrari kaufen, er hatte seine Ehefrau und seinen drei Monate alten Sohn dabei, um sich bei einem Autohändler in Turin umzuschauen. Vor der Tür lauerte dem Verteidiger von Juventus Turin am vergangenen Donnerstag jedoch ein maskierter Mann auf: Er bedrohte den 25-jährigen Bonucci mit einer Waffe und forderte dessen Uhr, wie italienische Medien nun berichteten. Doch der Fußballer dachte offenbar gar nicht daran, der Drohung nachzukommen.

Bonucci verpasste dem Räuber einen Fausthieb - und schlug ihn damit nicht nur nieder, sondern auch in die Flucht. Nachdem sich seine Frau mit dem Sohn im Auto eingeschlossen hatten, nahm der Nationalspieler die Verfolgung des Täters und seines Komplizen auf. Dabei rief ihm der bewaffnete Räuber nach Angaben der "Gazzetta dello Sport" zu: "Bist du wahnsinnig. Ich erschieße dich!"

Doch so weit kam es nicht. Die Täter entkamen auf einem Motorroller und Bonucci erstattete Anzeige bei der Polizei.

aar/dpa/AP/Reuters



insgesamt 6 Beiträge
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gis 20.10.2012
1. Die haben
Eier und unsere Nationalspieler leider nicht mehr. Ich warte seit 1970 auf einen wichtigen Sieg gegen Italien, aber wenn ich das lese, wird sich der Wunsch wohl nicht erfüllen.
Grafsteiner 21.10.2012
2. Wie schön
Es gibt auch noch mutige Männer. Und nicht nur 80-jährige Greisinnen, die Räuber vertreiben. In Deutschland würde der Angegriffene wegen der Verteidigung seiner Uhr von einem Richter zumindest getadelt werden. Warum er denn den Räuber geschlagen hätte? Man läuft doch weg, um sowas Brutales nicht machen zu müssen. Und wer nicht wegläuft, hat auch keinen Anspruch auf Opferentschädigung (z.B. Operationskosten), wenn er dabei niedergeschossen wird. Denn der zivilisierte Menschen läuft sofort unauffällig weg unter Entledigung aller Wertsachen. Wie es jeder Richter tun würde.
cgxwn 21.10.2012
3. optional
Die klügeren haben hier wohl nachgegeben...
funnyone2007 21.10.2012
4.
Zitat von cgxwnDie klügeren haben hier wohl nachgegeben...
so seh ich das auch bzw der harmlosere. Man sieht, dass der Räuner nur die Uhr wollte und zu "lieb" war. der Spieler hatte Glück, dass der Räuber nicht unter Druck geriet oder zu brutal war. Mut hin oder her.. die Uhr kostet den in Relation so viel geld wie wenn die meisten von uns sich eine 100€ Uhr kaufen. das ist dann schon wirklich wahnsinn, vor allem wenn Frau und Knd dabei sind.
funnyone2007 21.10.2012
5.
Zitat von GrafsteinerEs gibt auch noch mutige Männer. Und nicht nur 80-jährige Greisinnen, die Räuber vertreiben. In Deutschland würde der Angegriffene wegen der Verteidigung seiner Uhr von einem Richter zumindest getadelt werden. Warum er denn den Räuber geschlagen hätte? Man läuft doch weg, um sowas Brutales nicht machen zu müssen. Und wer nicht wegläuft, hat auch keinen Anspruch auf Opferentschädigung (z.B. Operationskosten), wenn er dabei niedergeschossen wird. Denn der zivilisierte Menschen läuft sofort unauffällig weg unter Entledigung aller Wertsachen. Wie es jeder Richter tun würde.
quatsch
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