Lesbische Traumhochzeit Ellen DeGeneres und Portia de Rossi sind verheiratet

Nun sind sie amtlich Frau und Frau: US-Talkmasterin Ellen DeGeneres hat der Schauspielerin Portia de Rossi das Ja-Wort gegeben. Die beiden sind schon seit Jahren ein Glamourpaar und nutzten sogleich das neue kalifornische Recht zur Homo-Ehe.


New York/Los Angeles - Als das Oberste Gericht von Kalifornien im Mai das Verbot der Homo-Ehe für verfassungswidrig erklärte, hatte die Talkmasterin und Komikerin es bereits angekündigt. Und machte schnell Ernst: Ellen DeGeneres, 50, und ihre Freundin Freundin Portia de Rossi, 35, sind jetzt auch amtlich ein Paar. Am Samstag gaben die beiden einander bei einer kleinen, intimen Zeremonie im gemeinsamen Haus in Los Angeles das Ja-Wort, sagte eine Sprecherin dem "People"- Magazin.

Vor den Trauzeugen tauschten die beiden bei Sonnenuntergang selbstgeschriebene Eheversprechen aus. DeGeneres trug einen weißen Hosenanzug mit weißer Weste, de Rossi ein langes Kleid in zartem Rosa. Zu den 19 Gästen gehörten auch DeGeneres' Mutter Betty und de Rossis Mutter Margaret Rogers, die für die Hochzeit ihrer Tochter aus Australien kam.

DeGeneres ist seit 2004 mit der Schauspielerin de Rossi liiert. Sie hatte die Heiratsabsichten schon im Mai verkündet, unmittelbar nachdem Richter Homo-Ehen in Kalifornien für legal erklärt hatten. "Wir wollten das schon lange. Wir wollen, dass unsere Beziehung legal ist, und wir sind sehr, sehr aufgeregt", bekannte die prominente Moderatorin damals in ihrer Show.

Bei der Vergabe der Daytime-Emmys im Juni sagte sie zum Verbot von Homo-Ehen: "Ich glaube, eines Tages werden die Leute darauf zurückschauen wie auf die Verweigerung des Wahlrechts für Frauen oder die Rassentrennung oder sonst etwas Lächerliches, das uns nicht allen dieselben Rechte gibt." Sie witzelte auch darüber, dass sie die Emmy-Trophäe als Spitze ihrer Hochzeitstorte benutzen werde.

Religiöse Rechte auf den Barrikaden

Die Talkmasterin tritt schon lange offen für die Rechte Homosexueller ein. Ihr eigenes Coming-out hatte sie 1997 in ihrer populären Sitcom "Ellen". Für die Folge wurde sie mit dem Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet, brachte aber auch religiöse Gruppen in den USA auf die Barrikaden.

Vor ihrer Beziehung mit de Rossi war DeGeneres mit der Hollywood-Schauspielerin Anne Heche zusammen, die Trennung sorgte im Jahr 2000 in den USA für Schlagzeilen. Ein Jahr später heiratete Heche einen Mann und bekannte, sie sei nie wirklich lesbisch gewesen, sondern habe sich aufgrund ihrer Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch durch ihren Vater in die Arme einer Frau geflüchtet.

Die US-Amerikanerin ist bekannt aus mehreren Hollywood-Filmen und Sit-Coms: DeGeneres spielte unter anderem in den Komödien "Goodbye Lover" und "Pauly Shore Is Dead" mit, war mehrere Jahre in der Serie "Ellen" zu sehen und lieh Zeichentrickfilmfiguren in Filmen wie "Findet Nemo" oder "Dr. Dolittle" ihre Stimme.

Die in Australien geborene Schauspielerin Portia de Rossi wurde populär durch die Serie "Ally McBeal", in der sie eine kühle Anwältin mit Hang zum Zynismus spielte. Den letzten größeren Auftritt hatte sie mit einer Nebenrolle in der Arztserie "Nip/Tuck". Sie war früher mit einem Dokumentarfilmer verheiratet.

cpa/jol/dpa



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