»Ich finde es einfach stressig« Lewis Hamilton fährt außerhalb der Formel 1 nicht gern Auto

Lewis Hamilton fühlt sich im Verkehr offenbar unsicherer als auf der Rennstrecke. Auf den Straßen könne »alles passieren«, sagte der Brite in einem Interview – in dem er auch einen Einblick in seine Zukunftspläne gab.
Lewis Hamilton: »Ich bin ein Perfektionist«

Lewis Hamilton: »Ich bin ein Perfektionist«

Foto: Dan Istitene / Getty Images

Als Formel-1-Pilot rast Lewis Hamilton über die Rennstrecken dieser Welt – doch privat kann sich der Brite offenbar nicht besonders fürs Autofahren begeistern. »Ich glaube, ich finde es einfach stressig«, sagte der 37-Jährige der »Vanity Fair« . Für ein Interview mit dem Magazin war Hamilton mit seinem Gesprächspartner in Südfrankreich in einem Elektro-Smart unterwegs.

Hamilton fährt dem Bericht zufolge deshalb nur sehr selten: »Ich versuche nichts zu tun, was mein Leben nicht bereichert.« Mit Blick auf den belebten Straßenverkehr in und um Nizza sagte er: »Wir sind auf diesen Straßen unterwegs, da kann alles passieren.« Auf der Rennstrecke hingegen spüre er keine Angst, so der Motorsportler.

»Ich bin immer noch auf der Mission«

Nach der vergangenen Saison dachte Hamilton allerdings dem Artikel zufolge über ein Ende seiner Formel-1-Karriere nach – aber aus einem anderen Grund: Eine umstrittene Entscheidung der Rennleitung beim Saisonfinale hatte den Briten damals den achten Weltmeistertitel gekostet, der stattdessen an den Niederländer Max Verstappen ging. Das sei »einer der schwierigsten Momente gewesen«, die er seit langer Zeit erlebt habe, so Hamilton. »Ich habe mir natürlich überlegt, ob ich weitermachen will.«

Inzwischen sieht das anders aus: »Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht an eine Verlängerung gedacht habe«, sagte Hamilton, der für die laufende Saison noch einen Vertrag bei Mercedes hat. »Ich bin immer noch auf der Mission, ich liebe das Fahren immer noch, es ist immer noch eine Herausforderung für mich. Ich habe also nicht das Gefühl, dass ich in nächster Zeit aufgeben muss.«

Kein »Top Gun«-Einsatz wegen Zeitmangel

Sein Einsatz in der Formel 1 verhinderte allerdings ein anderes Herzensprojekt: Hamilton musste eine Rolle im neuen Film »Top Gun: Maverick« mit Hollywood-Star Tom Cruise absagen. Der US-amerikanische Schauspieler habe ihn vor Jahren zu den Dreharbeiten von »Edge of Tomorrow« eingeladen. Seitdem habe sich eine Freundschaft entwickelt.

Als Kind sei Hamilton ein Fan des ersten »Top Gun«-Films gewesen und habe Kampfpilot werden wollen. »Als ich hörte, dass der zweite Film herauskommt, dachte ich: ›Oh, mein Gott, ich muss ihn fragen‹«, berichtete er. »Ich sagte: ›Es ist mir egal, welche Rolle es ist. Ich werde sogar fegen, eine Putzkraft im Hintergrund sein.‹«

Cruise habe auch eingewilligt, Hamilton sollte nach eigener Darstellung sogar einen Piloten spielen. Der Rennfahrer musste aber absagen, weil er damals zu sehr in der Formel 1 gefordert war. »Ich bin ein Perfektionist«, sagte Hamilton. »Es war einfach keine Zeit.«

bbr/dpa
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