Nach George Floyds Tod Hamilton kritisiert Schweigen in "weißer" Formel 1

Lewis Hamilton rechnet ab: Mit deutlichen Worten hat er die Formel 1 für ihre Reaktion auf die rassistische Polizeigewalt in den USA kritisiert.
Lewis Hamilton: "Ich sehe diejenigen, die still bleiben" (Archivbild)

Lewis Hamilton: "Ich sehe diejenigen, die still bleiben" (Archivbild)

Foto: Britta Pedersen/ dpa

Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in der Diskussion über Rassismus und Polizeigewalt in den USA deutlich Position bezogen und den Motorsport kritisiert. "Ich sehe diejenigen von euch, die still bleiben, einige von euch sind die größten Stars und bleiben noch still mitten in dieser Ungerechtigkeit", schrieb der Brite auf Instagram .

Der 35-Jährige ist der erste schwarze Pilot der Formel 1. Er ist auf dem besten Wege, der erfolgreichste Fahrer der Geschichte zu werden. Mit seinen Postings reagierte Hamilton auf die Vorfälle in den USA: In der vergangenen Woche war der Afroamerikaner George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben.

Es gebe, schrieb Hamilton, "nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist". Als einziger Sportler mit dunkler Haut stehe er allein da.

Er stehe nicht auf der Seite derer, die plünderten und Gebäude anzündeten, aber auf der Seite derer, die friedlich protestierten. Die Art, wie Minderheiten behandelt würden, müsse sich ändern. "Wir werden nicht mit Rassismus und Hass in unseren Herzen geboren, es wird gelehrt, von jenen, zu denen wir aufschauen."

jpz/dpa