Liam Neeson "Amerika war sehr, sehr gut zu mir"

Hollywoodstar Liam Neeson ist überzeugter Ire. Nun hat er jedoch die US-Staatsbürgerschaft angenommen - auch weil ihm die rührende Anteilnahme der Amerikaner am Tod seiner Frau Natasha Richardson so zu Herzen ging.

AP

New York - Ihren Tod hat Liam Neeson noch nicht verarbeitet. Noch immer trauert der Hollywood-Star um seine Ehefrau und Kollegin Natasha Richardson, die nach einem Skiunfall im März ihren schweren Verletzungen erlag. Wie ihm ergeht es auch vielen Amerikanern: Ihre Anteilnahme am tragischen Tod der 45-Jährigen war außergewöhnlich groß - und ist es noch immer.

"Wir bekommen nach wie vor außergewöhnliche Kondolenzbriefe von Amerikanern. Das ist sehr, sehr berührend", sagte der Schauspieler ("Schindlers Liste") in der ABC-Sendung "Good Morning America". Dies sei auch einer der Gründe, warum er kürzlich die Staatsbürgerschaft angenommen habe.

"Amerika war sehr, sehr gut zu mir", sagte der 57-jährige Ire, betonte aber: "Ich bin immer noch ein stolzer Ire." Er sei aber auch stolz, ein US-Bürger geworden zu sein.

Natasha Richardson stürzte im März im Skigebiet Mont Tremblant bei Québec auf einer Anfängerpiste. Sie hatte keine äußerlich sichtbaren Verletzungen und ging danach noch ohne fremde Hilfe auf ihr Hotelzimmer. Einen Tag später flog sie ihr Ehemann und Schauspielkollege Liam Neeson in einem Privatjet nach New York. Dort erlag die 45-Jährige im Lenox-Hill-Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Im kleinen Familien- und Freundeskreis wurde sie im US-Bundesstaat New York beigesetzt. Neben ihrer berühmten Mutter, Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave, und ihrer Schwester, Schauspielerin Joely Richardson, gaben ihr prominente Freunde das letzte Geleit: Uma Thurman, Ralph Fiennes, Laura Linney und Holly Hunter waren unter den Trauernden.

Ehemann Liam Neeson trug mit Freunden den Sarg seiner Frau. Er kümmert sich nun alleine um die beiden gemeinsamen Söhne Michael, 13, und Daniel, 12.

Die gebürtige Londonerin Richardson war in vielen Theater- und Filmproduktionen aufgetreten, darunter in Volker Schlöndorffs "Die Geschichte der Dienerin", "Nell" und "Manhattan Love Story". In England schaffte sie 1985 mit ihrem Bühnenauftritt in Tschechows "Die Möwe" den Durchbruch, am New Yorker Broadway wurde sie 1993 in der Titelrolle des Dramas "Anna Christie" an der Seite von Liam Neeson gefeiert.

Richardson ließ sich 1993 von dem Produzenten Robert Fox scheiden und heiratete ein Jahr später ihren Kollegen Neeson. 1998 erhielt sie den Tony Award für ihre Darstellung der Sally Bowles in dem Musical "Cabaret". Im vergangenen Januar trat sie gemeinsam mit ihrer berühmten Mutter in einer Benefiz-Aufführung des Musicals "A Little Night Music" auf.

jjc/ddp



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