Lieblingshunde der Queen Auf der Insel werden die Corgis knapp

Alarm im britischen Königreich: Die geliebten Corgis der Queen sind dem nationalen Hundezüchter-Verband zufolge vom Aussterben bedroht. Die Schuldigen sieht man in Großbritannien bei der Labour Party.

REUTERS

London - Seit sie zu ihrem 18. Geburtstag Hündin Susan geschenkt bekam, ist Queen Elizabeth II. großer Corgi-Fan. Seit den dreißiger Jahren sind die Hunde quasi ein fester Bestandteil der königlichen Familie. Seit Jahrzehnten hält auch die 87-Jährige mehrere der Tiere.

Momentan hat die Queen zwei Corgis, Willow und Holly. Sie dürfen im Buckingham-Palast frei herumlaufen und sitzen bei offiziellen Porträts an der Seite der Königin von England. Ihre Hoheit kümmert sich höchstpersönlich um den Speiseplan der Tiere, Palastquellen berichten von Weihnachtsgeschenken für die Vierbeiner.

Doch die Tage der kurzbeinigen Hütehunde sind offenbar gezählt. Nach Angaben des britischen Hundezüchter-Verbands ist die Rasse vom Aussterben bedroht. In diesem Jahr seien bislang nur 241 reinrassige Welsh-Corgi-Pembroke-Welpen zur Welt gekommen, erklärte der Kennel Club. Sollte bis Jahresende nicht die kritische Zahl von 300 Welpen erreicht werden, müssten die Corgis ab Januar als "bedrohte einheimische Rasse" geführt werden.

In Großbritannien will man nun die Schuldigen für den Corgi-Engpass gefunden haben. Der "Daily Telegraph" machte in einem Kommentar die frühere Labour-Regierung für das Schicksal der Hunde verantwortlich. Diese habe 2007 ein Gesetz verabschiedet, das das Kupieren der Corgi-Schwänze verbiete. In der Folge hätten sich das Aussehen und die Ästhetik der Hunde geändert, so dass sie weniger beliebt seien.

gam/AFP



insgesamt 34 Beiträge
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Indigo76 04.11.2013
1. Die spinnen, die Briten!
Zitat von sysopREUTERSAlarm im britischen Königreich: Die geliebten Corgis der Queen sind dem nationalen Hundezüchter-Verband zufolge vom Aussterben bedroht. Die Schuldigen sieht man in Großbritannien bei der Labour Party. http://www.spiegel.de/panorama/leute/lieblingshunderasse-der-queen-corgis-vom-aussterben-bedroht-a-931687.html
Das Kupieren des Schwanzes greuft grundlegend inm das Sozialverhalten des Hundes ein. Körpersprache kann nicht mehr korrekt angewendet und damit auch nicht mehr von anderen Hunden korrekt erkannt werden. Ein Gesetz, das das Kupieren verhindert unterstützt die artgerechte Haltung. Wenn den Briten die Optik eines ungequälten Hundes nicht gefällt, dann sagt das eine Menge über das Volk aus!
panameño 04.11.2013
2. Zucht verbieten
Artgerechte "Haltung" ist ein Widerspruch in sich. Zucht generell verbieten, nur noch die armen Viecher aus den Tierheimen vermitteln, und irgendwann ist das Problem gelöst. Wer Tiere liebt, möchte sie in Freiheit sehen, nur das ist artgerecht.
widower+2 04.11.2013
3. Die spinnen alle
Zitat von Indigo76Das Kupieren des Schwanzes greuft grundlegend inm das Sozialverhalten des Hundes ein. Körpersprache kann nicht mehr korrekt angewendet und damit auch nicht mehr von anderen Hunden korrekt erkannt werden. Ein Gesetz, das das Kupieren verhindert unterstützt die artgerechte Haltung. Wenn den Briten die Optik eines ungequälten Hundes nicht gefällt, dann sagt das eine Menge über das Volk aus!
Nicht nur die Briten. Auch in Deutschland importieren manche Menschen lieber kupierte Boxer als sich einen heimischen mit Schwanz und Ohren zu besorgen. Möpse (ich meine die Hunde) sind in Mode, obwohl das absolute Qualzuchten sind und zudem abgrundtief hässlich. Hunde sind mehr und mehr Statussymbol, nicht mehr bester Freund, treuer Begleiter und Helfer. Ein echter Tierfreund, ob in England oder Deutschland, holt sich einen Mischling aus dem Tierheim oder wenigstens einen Rassehund aus der Gruppe 5 "Hunde vom Urtyp".
mcknight94 04.11.2013
4. @panamena
das ist natürlich die Lösung. Weil der Hund in "Freiheit" so gut überleben kann, genau wie alle anderen Haustiere. Sie haben wohl vergessen dass es sich um Tiere handelt, auf welche man unseren Begriff von Freiheit nicht beziehen kann. Die interessiert nur, ob sie genug Futter und Auslauf bekommen.
zufriedener_single 04.11.2013
5. Endlich mal gute Nachrichten aus Großbritannien
Auf der Insel werden die Köter knapp :-)
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