»Du hast dich geweigert, mich sterben zu lassen« Lil Wayne trauert um den Polizisten, der ihn einst vor dem Tod rettete

Mit zwölf Jahren schoss sich Lil Wayne in die Brust. Ein Polizist brachte den Jungen ins Krankenhaus. Nun beklagt der US-Rapper den Tod seines Retters mit einem bewegenden Instagram-Post.
Lil Wayne (2010): »RIP uncle Bob«

Lil Wayne (2010): »RIP uncle Bob«

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Erika Goldring / Getty Images

Als der Rapper Lil Wayne zwölf Jahre alt war, versuchte er, Suizid zu begehen. Ein Polizist fand den verletzten Jungen damals, brachte ihn ins Krankenhaus und rettete so sein Leben. Nun trauert Lil Wayne um seinen Retter, Robert »Onkel Bob« Hoobler. Zuvor hatte das Portal nola.com  berichtet, Hoobler sei im Alter von 65 Jahren gestorben.

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»Alles geschieht aus einem bestimmten Grund«, schreibt Lil Wayne bei Instagram zu einem Foto, das Hoobler zeigt: »Ich lag im Sterben, als ich dich genau an diesem Ort traf. Du hast dich geweigert, mich sterben zu lassen.« Alles, was nicht geschehe, habe einen Grund, warum es nicht geschehe. »Dieser Grund bist du und der Glaube. RIP Onkel Bob«, so der Rapper: »Tante Kathie hat auf dich gewartet. Ich werde euch beide lieben und vermissen und für uns alle leben.«

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Lil Wayne, der bürgerlich Dwayne Michael Carter Jr. heißt, war zwölf Jahre alt, als er sich im Haus seiner Familie in der US-Stadt New Orleans mit einer Waffe in die Brust schoss.

Hoobler soll damals den Polizeifunk mitgehört haben, obwohl er nicht im Dienst war. Laut nola.com fuhren er und fünf weitere Polizisten zum Tatort. Da kein Krankenwagen zur Verfügung gestanden habe, brachte die Polizei den verletzten Jungen offenbar selbst ins Krankenhaus. »Bleib wach, mein Sohn. Du wirst wieder gesund werden. Du wirst sehen«, sagte Hoobler dem Bericht zufolge zu dem Jungen, der auf seinem Schoß gelegen haben soll.

»Keine Sorge, mein Name ist Onkel Bob«

In einem Interview mit der »Daily Mail«  erzählte Lil Wayne vor wenigen Jahren, wie er das Geschehen wahrgenommen habe. Die Polizei habe die Haustür aufgebrochen. Polizisten seien über ihn gesprungen, um nach Waffen und Drogen zu suchen. Nur einer sei bei ihm stehen geblieben: Robert Hoobler. Der Polizist habe einen Kollegen gerufen, der den Wagen fahren sollte. Hoobler habe den Jungen ins Auto getragen.

»Er hat mich nicht einem Krankenwagen übergeben und gesagt: ›Nimm du ihn.‹ Er brachte mich ins Krankenhauszimmer und stand da und wartete, bis der Arzt sagte: ›Er wird es schaffen‹«, erinnerte sich der Rapper. Wayne hatte sein Herz bei dem Schuss in die Brust wohl knapp verfehlt.

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Sein Retter habe zu ihm gesagt: »Keine Sorge, mein Name ist Onkel Bob.« »Onkel Bob« sei »weiß wie Schnee gewesen«, sagte Wayne: »Mein Leben wurde von einem Weißen gerettet, ich weiß nicht, was Rassismus ist.«

Dass Wayne sich als Kind in die Brust geschossen hatte, galt lange als Unfall. Später erklärte der heute 39-Jährige, er habe Probleme mit seiner geistigen Gesundheit gehabt und versucht, Suizid zu begehen. Seine Geschichte hat er auch in Songs verarbeitet, etwa in den Tracks »Let It All Work Out«  und »London Roads« .

ptz
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