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05. Oktober 2010, 08:12 Uhr

Lily Allens Terrorangst

Paranoia in Paris

Eigentlich wollte die britische Popsängerin Lily Allen nur eine Fashion-Show an der Seine besuchen. Doch dann verdarben aktuelle Reisewarnungen und verdächtige Passanten der Musikerin doch glatt den Trip in die Modemetropole.

London - Allen war gerade für eine Givenchy-Modenschau nach Paris gekommen, als die britische Regierung am Sonntag eine Reisewarnung für Frankreich ausgab - wegen hoher Terrorgefahr.

"Oh Gott, das Außenministerium hat Terroralarm für Frankreich ausgegeben", verkündete die Musikerin am Montag per Twitter. "Ich bin schon in Paris. Ich habe Angst, hier zu sein, aber auch Angst, in den Eurostar zu steigen und nach Hause zu fahren."

An einem Taxistand habe ein Mann neben ihr gesessen, ein "eigenartiger Typ, der eine kleine Flasche mit irgendwas drin auf seinen Knien hin- und herrollte", berichtete Allen. Der seltsame Geselle weckte offenbar den Ermittler in Allen: "Ich fand ihn merkwürdig, also machte ich ein Foto von ihm."

Grund zur Sorge hat Allen allemal, seit es in Gefahrensituationen nicht mehr nur um sie selbst geht: Die Sängerin ("Smile") ist schwanger mit ihrem ersten Kind. "Ich hoffe, ich bin nur eine verrückte, paranoide, schwangere Lady und dass er kein Terrorist war, der kurz davor stand ein tödliches Virus in die Welt zu schicken."

Letztlich hielt die Terror-Paranoia Allen dann doch nicht davon ab, die illustre Fashion-Show zu genießen, zu der Rolling Stone Ronnie Wood ebenso kam wie Courtney Love, Justin Timberlake oder Liv Tyler. "Es war phantastisch, wirklich phantastisch", freute sich Allen nach dem Event.

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