Neuer Bischof in Limburg Georg Bätzing wird Nachfolger von Tebartz-van Elst

Sein Vorgänger Tebartz-van Elst sorgte mit Prunk und Protz für einen Skandal. Nun ist der Trierer Generalvikar Georg Bätzing zum neuen Bischof von Limburg ernannt worden - er tritt ein kostspieliges Erbe an.

DPA

Lange mussten die Katholiken der Diözese Limburg warten. Gut zwei Jahre nach der Abberufung von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat Papst Franziskus nun einen neuen Oberhirten für das Bistum Limburg ernannt. Sein Name: Georg Bätzing. Das gab der Vatikan bekannt. Zuvor hatten das ZDF und die Lokalzeitung "Trierischer Volksfreund" übereinstimmend über die Personalie berichtet. Bätzing ist bisher Trierer Generalvikar gewesen.

Tebartz-van Elst hatte im März 2014 seinen Posten verloren. Er wurde wegen der Kostenexplosion beim Bau des neuen Bischofssitzes und seiner Amtsführung kritisiert, die viele als autoritär empfanden. Die neue Bischofsresidenz auf dem Domberg kostete rund 31 Millionen Euro - ein Vielfaches der ursprünglich geplanten Summe.

Dafür muss Tebartz-van Elst aber keine Wiedergutmachung leisten, der Vatikan entschied sich gegen ein entsprechendes kirchenrechtliches Verfahren. Der frühere Bischof von Limburg hat mittlerweile einen Posten im Vatikan, er wurde Delegat im Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung in Rom.

Die vorübergehende Leitung des Bistums Limburg hatte Manfred Grothe übernommen. Im Februar hatte das Bistum mitgeteilt, dass das Domkapitel eine Kandidatenliste für das Bischofsamt an den Apostolischen Nuntius in Berlin geschickt hatte. Der Papst, der sich nicht an den Vorschlägen orientieren musste, schickte den Limburgern die Namen von drei Kandidaten. Aus diesen wählte das Domkapitel den neuen Bischof.

Auf Georg Bätzing wartet nun eine schwere Aufgabe. Er muss das Vertrauen der Öffentlichkeit wiedergewinnen, das durch seinen Vorgänger verloren gegangen ist. In seiner Diözese leben rund 645.000 Katholiken in Hessen und Rheinland-Pfalz.

SPIEGEL TV Magazin (13.10.2013)

cnn/dpa



insgesamt 27 Beiträge
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suplesse 01.07.2016
1. Ob er dann im Tebbi - Palast wohnt?
Braucht er nur noch das Wasser in die Phillippe Starck Badewanne einlassen und schon stellen sich himmlische Gefühle ein. Mich widert dieser ganze Klerus an. Millardenschwer und für die Armen wird das eigene Vermögen nicht verwendet.
monolithos 01.07.2016
2.
Und was macht dieser nächste Lügengeschichtenverkäufer? Erbt und genießt er TvEs Prunk oder lässt er ihn kostspielig zurückbauen? Egal wie, mit dieser Immobilie kann man kein Vertrauen zurückgewinnen. Außer bei Katholiken.
neanderspezi 01.07.2016
3. Bischof Bätzing könnte in Limburg bei der Wahrnehmung des Bischofssitzes in tebartzscher Pracht und Herrlichkeit ebenfalls in Verruf geraten
Der neue Bischof von Limburg, Georg Bätzing, Nachfolger von Tebartz-van Elst, dem Großmeister für exquisite Ausstattung des Bischofssitzes in Limburg, wird sich vermutlich sicherheitshalber mit der Alten Vikarie vergnügen müssen, um ein Kontersignal gegen Verschwendung im bischöflichen Umgang mit dem Kapital der katholischen Kirche zu setzen. Die tebartzschen architektonischen Auswüchse in einem mixed Stil, kann er zu Besichtigungen für Gläubige vorhalten, und mit einem kleinen Obolus bei Führungen durch die Räumlichkeiten zur Begleichung von Unkosten der kirchlichen Kasse ein Gutes tun. Würde er sich reinsetzen in diese baulichen Extravaganzen, ginge er das Risiko ein, dass über ihn nach einer Anstandsfrist ebenfalls gelästert würde.
bermany 01.07.2016
4. @alterspräsident #1
Ich gehöre weder der katholischen noch einer anderen Glaubensgemeinschaft an. Doch ich respektiere den Grundsatz der Religionsfreiheit, da dies eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft ist. Ich verabscheue Fanatismus, da dieser eben diese Säule zerstören will und bin der Meinung, Religion, ganz gleich welcher Konfession, ist Hauptgrund der Kriege. Was aber noch weit unterhalb liegt, ist unbegründete Diffarmierung, die Sie offenbar ohne jeden Grund von sich geben. Wenn Sie tatsächlich dieser Meinung sind, dann tun Sie mir einfach nur leid.
alterspräsident 01.07.2016
5. 6. bermany
mit Ihrer Meinung kann ich gut leben.
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