Sprachakrobat Lothar Matthäus "Wäre, wäre - Fahrradkette"

Kaum ein Fußballer hat die deutsche Sprache so bereichert wie Lothar Matthäus. Nun hat der Rekordnationalspieler als Fernsehexperte ein neues Bonmot kreiert. Internetnutzer feiern ihn dafür.
Lothar Matthäus (Archivbild)

Lothar Matthäus (Archivbild)

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa

Andreas Möller hatte "vom Feeling her ein gutes Gefühl", Horst Hrubesch ließ ein Spiel gerne noch mal "Paroli laufen" und Lukas Podolski meinte entscheidungsstark: "Es überwiegt eigentlich beides." Was wäre die deutsche Sprache ohne die Bonmots aus der Fußballwelt?

Schon klar, Fußballspieler werden in erster Linie fürs Fußballspielen bezahlt, schön reden gehört traditionell nicht zum Anforderungsprofil eines Profis. Obwohl sich manch einer nach der aktiven Karriere noch ein schönes Zubrot als Experte oder Kommentator verdient. Und da sieht die Sache dann schon ein bisschen anders aus.

Lothar Matthäus jedenfalls gilt als Meister der Fußballersprüche. "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken", philosophierte er einst. Und, ganz wichtig: "Die Schuhe müssen immer zum Gürtel passen!" Heute wird er als Experte im Fernsehen wahrscheinlich genau dafür bezahlt, dass er so spricht wie er spricht.

Nun hat der deutsche Rekordnationalspieler seiner beachtlichen Sammlung einen neuen, denkwürdigen Satz hinzugefügt: "Wäre, wäre, Fahrradkette, so ungefähr", sagte Matthäus am Samstag beim Fernsehsender Sky in einer Diskussion um einen Elfmeter - und schob dann noch schnell hinterher: "Oder wie auch immer."

Viele Zuschauer merkten schnell, dass dies eine kreative Variation des Spruchs "Hätte, hätte - Fahrradkette" war, dem im Wahlkampf 2013 der damalige Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, schon zu neuen Ehren verholfen hatte.

Auf Twitter gab es denn auch nur ein bisschen Häme für Matthäus - und dafür viele Liebesbekundungen: Matthäus bleibe halt ein Philosoph, schrieb einer. Er solle sich doch bitte nie ändern, bat ein anderer.

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Und gegen die Prognose, dass sich der Spruch in der deutschen Alltagssprache etablieren wird, sollte man wohl besser auch nicht wetten.

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