Komiker Luke Mockridge "Mich selbst zu lieben, fällt mir schwer"

Er füllt große Hallen und wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet. Dennoch plagen Luke Mockridge große Selbstzweifel. Eine Sache mag der Komiker aber an sich.

DPA/Boris Breuer

Luke Mockridge kämpft trotz seines großen Bühnenerfolgs mit mangelndem Selbstbewusstsein. "Ich muss Abend für Abend auf der Bühne gegen mich und meine Zweifel antreten. Ich rede mich selbst klein", sagte der Entertainer dem Magazin "Emotion". Er sei in der Lage, sich alles zu zerreden, eine gute Sendung, ausverkaufte Hallen, und zu sagen: "Das war jetzt alles nur Glück."

Das Hinterfragen geht bei dem 30-Jährigen nach seinen Auftritten weiter: "Ich habe auf der Tour meinen Geburtstag gefeiert. Am nächsten Morgen habe ich gedacht: Feiern die alle mit, weil die für mich arbeiten, oder fanden sie das wirklich toll?"

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Luke Mockridge: "Ich rede mich selbst klein"

"Vielleicht mag ich an mir, dass mir der Erfolg nicht zu Kopf steigt"

Als dritter von sechs Söhnen eines kanadisch-italienischen Kabarettisten-Paars wuchs Mockridge in Bonn auf. Sein Vater ist Bill Mockridge, der die Rolle des Erich Schiller in der "Lindenstraße" spielt. "Ich bin ein Sandwichkind zwischen sechs Jungs, und da gibt es schon einen gewissen Konkurrenzdruck", sagt er.

Dass er für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen wie den Bambi erhielt und große Hallen füllt, ändert bislang wenig an seiner Selbstwahrnehmung: "Mich selbst zu lieben, fällt mir schwer, weil ich alles kritisch analysiere." Was er an sich gut findet? "Vielleicht mag ich an mir, dass mir der Erfolg nicht zu Kopf steigt."

bam/dpa



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