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Madonna im Kino: SMS und Hopp

Foto: Dimitrios Kambouris/ AFP

Kinoverbot wegen SMS-Schreibens Die Verbannung der Madonna

Auch Madonna darf Kinogänger nicht mit ihrem Smartphone nerven: Weil sie bei einer Filmpremiere endlos in ihr Handy tippte, hat die Popsängerin nun Hausverbot bei einer amerikanischen Kinokette.

New York - Das Drama "12 Years A Slave" gilt schon jetzt als Oscar-verdächtig, mit großer Spannung wurde die Premiere des Streifens beim New York Film Festival erwartet. Doch offenbar waren nicht alle Gäste von dem Film von Steve McQueen gefesselt. Laut einem Bericht von "Entertainment Weekly"  ärgerte die geladene Madonna andere Kinobesucher mit ihrem permanenten SMS-Getippe.

Einer Kinogängerin wurde es demzufolge irgendwann zu bunt, schließlich bat sie die 55-Jährige, das Gefummel am Smartphone einzustellen. Darauf antwortete die Popdiva ganz popdivenhaft: "Das ist beruflich, Sklaventreiber!"

Nun ist es jedoch so, dass die in Texas beheimatete Kinokette in Sachen Handy-Getippe und Kinogetuschel eine "Zero Tolerance"-Politik betreibt. Die Ahndung des Verstoßes ließ denn auch nicht lange auf sich warten. Der Geschäftsführer von Alamo Drafthouse Cinema, Tim League, verhängte per Twitter Kinoverbot für Madonna - zumindest bis sie sich bei den Filmfans entschuldigte.

Um die Verbannung von Madonna entspann sich bald eine eifrige Diskussion. Viele gaben League recht, andere beschimpften ihn als "sexistischen Idioten". Ursprünglich sei sein Tweet ein Scherz gewesen, gab League später zu Protokoll. Doch habe er so viel positive Resonanz darauf erhalten, dass das Verbot nun gelte. "Aber ich denke nicht, dass es ihr Leben wirklich viel beeinträchtigt."

League ist für die strenge Hauspolitik seines Unternehmens bekannt. Schon mehrfach mussten Kinobesucher seine Filmtheater wegen Verstößen verlassen.

Die Queen of Pop hat sich bislang weder bei den Geschädigten entschuldigt, noch den Vorfall kommentiert. Sie war nach der Premiere jedoch an der Seite von Regisseur McQueen zu sehen - zumindest einer hat ihr das SMS-Schreiben also verziehen.

gam
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