Gericht in Malawi Madonna darf zwei weitere Kinder adoptieren

Madonna will offenbar zwei Töchter aus Malawi adoptieren. Die Behörden haben ihr dafür nun offiziell die Erlaubnis gegeben. Die Sängerin wäre dann sechsfache Mutter.

REUTERS

Ein Gericht im südafrikanischen Malawi hat US-Popstar Madonna die Adoption eines Zwillingspärchens erlaubt. Madonna habe die Genehmigung erhalten, die beiden vier Jahre alten Mädchen namens Esther und Stella zu adoptieren, sagte Gerichtssprecher Mlenga Mvula in Lilongwe.

Die 58-Jährige hatte eine weitere Adoption zuletzt noch offen gelassen. "Die Gerüchte über ein Adoptionsverfahren sind unwahr", erklärte sie Ende Januar. Ein Sprecher Madonnas sagte, eine Adoption sei "nicht bestätigt".

Die malawische Justiz hatte zuvor mitgeteilt, dass die Sängerin persönlich den Adoptionsantrag für zwei Kinder gestellt habe. Örtliche Medien berichteten damals, Madonna sei unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit zwei kleinen Kindern vor Gericht erschienen.

Madonnas Sprecher wollte sich nicht zur Entscheidung äußern

"Ich kann bestätigen, dass Madonna das Adoptionsrecht für zwei Kinder erhalten hat", sagte Gerichtssprecher Mvula nun. Ein Sprecher Madonnas wollte zu der Entscheidung nicht Stellung nehmen. Damit ist unklar, ob und wann die Sängerin die beiden Mädchen zu sich nimmt. Nach malawischem Recht erfolgt die Adoption im ersten Jahr auf Probe.

Esther und Stella stammen laut Gericht aus einem Waisenhaus in Mchinji. Dort hatte auch David gelebt, den Madonna 2006 adoptiert hatte. Zudem hat sie ihre Tochter Lourdes, die aus ihrer Beziehung mit Fitnesstrainer Carlos Leon stammt, sowie Sohn Rocco aus ihrer Ehe mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie. 2009 adoptierte sie noch das malawische Mädchen Mercy.

Madonna engagiert sich seit Langem in dem Land. Mit ihrer Stiftung "Raising Malawi" investierte sie eigenen Angaben zufolge Millionen Dollar in die Betreuung von Waisenkindern und ins Bildungswesen. Die Popsängerin erntete in der Vergangenheit aber auch Kritik für ihr Vorgehen bei den Adoptionen: 2013 ging die Regierung von Malawis damaliger Präsidentin Joyce Banda zu Madonna auf Distanz, weil die Pop-Diva sich allzu sehr als Wohltäterin inszeniert habe.

Der neue Staatschef Peter Mutharika bemühte sich nach seinem Amtsantritt 2014 darum, das Verhältnis seines Landes zu Madonna wieder zu verbessern. Ihren Plan, mit 15 Millionen Dollar eine Mädchen-Akademie aufzubauen, gab die Sängerin vergangenes Jahr wegen Misswirtschaftsvorwürfen allerdings auf.

apr/sms/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
isar56 07.02.2017
1. Sofern das stimmt
verurteile ich diese Vermittlung von Kindern aufs Schärfste. Diese Frau erfüllt nur wenige Kriterien, die Voraussetzung für eine Adoption (in Deutschland) darstellen. 1. ist sie zu alt (in der BRD muss das Alter der Bewerber halbwegs dem Alter entsprechen in dem Menschen leibliche Eltern werden. Ein Gesungheitszeugnis, Führungszeugnis und Nachweis, dass sie in der Lage ist die wirtschaftliche Versorgung sicher zu stellen würde sie sicher vorlegen können. Charakterliche Eignung? Zeit zur Betreuung der Kinder? Ich rechne das alles dem Promibonus zu. Menschlicher wäre es, wenn sie unterstützen würde, dass die Kinder in der leiblichen Familie aufwachsen könnten durch eine Patenschaft -sofern die Eltern nicht verstorben sind. Zudem gibt es genügend Kinderliebe jüngere Paare bei denen Kinder gut heranwachsen können. In jungen Jahren war ich in einer Adoptionsvermittlungsstelle tätig. Bei mir wäre sie umgehend von der Bewerberliste geflogen. Kinder kaufen geht gar nicht.
futtereimer 08.02.2017
2.
Die kauft sich Kinder wie andere Schuhe..... Das geht gar nicht. Wenigstens hat sie tausend Nannys und Haushaltshilfen, die sich um die Kinder kümmern werden. Weil SIE ist ja ständig unterwegs. Ist es jetzt "modern" geworden, Kinder aus dem Ausland zu kaufen, weil man selber zu blöde, zu faul, zu bequem ist, selber Kinder zu bekommen ? (Ruiniert ja schließlich den Body...) Kauft man sich halt welche....wie einen Schoßhund, den man als mal passend zur Handtasche kauft...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.