Madonna in Malawi Dienstfahrt einer Supermutter

Es muss ein Triumph für Madonna gewesen sein: Während manche sie für ihre Adoptionen afrikanischer Kinder kritisieren, scheinen die Menschen in Malawi den Superstar zu lieben. Und die Sängerin inszeniert sich in dem Dritte-Welt-Land nur allzu gerne als Übermutter.

Getty Images

Mphandala - Die Menschen singen, tanzen, spielen auf dem Banjo - für Madonna. Die Popdiva steht mit ihrer leiblichen Tochter Lourdes und Adoptiv-Töchterchen Mercy James inmitten der Dorfbewohner von Namitete, einem malawischen Dorf, 50 Kilometer von der Hauptstadt Lilongwe entfernt, und lässt sich huldigen. In dem Ort unterstützt Madonna ein Waisenhaus für insgesamt 8000 Kinder.

Die Popqueen besucht derzeit das Land, in dem ihre Stiftung Raising Malawi etwa 25.000 Waisen unterstützt. Vielleicht will sie damit auch ihr eigenes Image aufpolieren. Denn die Öffentlichkeit begleitet die Adoptionswut des Superstars kritisch. Zwei Geschwister aus Malawi hat Madonnas leibliche Tochter Lourdes inzwischen bekommen: Mercy James, 4, und David, 5.

Der Sängerin wird vorgeworfen, ihren Reichtum und Ruhm auszunutzen, um geltende Regeln im Adoptionsverfahren zu umgehen. Die Adoption ihrer jüngsten Tochter lehnten die Behörden zunächst ab, doch Madonna setzte sich schließlich durch und bekam das Sorgerecht.

Die Bilder, die nun um die Welt gehen, dürften die Popdiva glücklich machen. Denn in der Heimat ihrer drei Adoptivkinder wird Madonna gefeiert. Die Leiterin des Waisenhauses, Yacinta Chapomba, in Namitete bezeichnete Madonna als "Mutter" für die Menschen in der Gegend. "Wir sind so dankbar für Ihre gütige Geste."

Sie wolle den Menschen helfen, betonte die Sängerin: "Ich freue mich, dass mein kleiner Beitrag das Leben von so vielen verbessert hat." Als Mutter schmerze es sie, Kinder leiden zu sehen, weil sie kein Essen und keine Kleider bekämen.

ada/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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lis, 09.04.2010
1. Rechenkünste
Könnte der SPON-Autor erst einmal zählen lernen? Zitat aus dem Artikel: "Denn die Öffentlichkeit begleitet die Adoptionswut des Superstars kritisch. Drei Geschwister aus Malawi hat Madonnas leibliche Tochter Lourdes inzwischen bekommen: Mercy James, 4, und David, 5." Neu Rechnungsart nach SPON 1+1 (Mercy,4 + David,5)= 3 Geschwister für Lourdes :-)
monzaman 09.04.2010
2. Je
Vom Tanzbodenflittchen zur Mutter Theresa. Die Frau scheut wirklich vor keiner Inszenierung zurück.
FrancoisVillon 09.04.2010
3. Keine Falten
Madonna hat keine Falten mehr. Sie sieht kaum noch älter als ihre Tochter aus.
mcghee 09.04.2010
4. Toll
Großes Lob and Madonna für ihr Engagement. Zum Glück lässt sie sich von der weinerlichen Kritik anderer nicht beeinflussen.
blue_plasma, 09.04.2010
5. Was macht man nicht alles...
Madonna würde auch Schweinebraten mit Knödeln und Bier in der Innenstadt von Teheran verkaufen, wenn's die Publicity steigert und dem eigenen Image hilft. Soll doch blos keiner glauben, dass sie ein ehrliches Interesse an diesen Menschen hat. Für sie ist es eine Investition (sagen wir mal das Waisenhaus kostet 1 Mio), die sich (im)materiell (-> Imagegewinn, Plattenverkäufe) wieder amortisieren muß. Selbst wenn's nicht klappt tut ihr die Mio nicht weh... Geradezu hirnrissig, dass sie fast zur gleichen Zeit mit ihrer Tochter ("die ja soooo begabt ist und schon immer Mode machte") eine eigene Kollektion rausgibt. Sehr glaubwürdig, das alles!
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