Erfolg vor Gericht Madonna verhindert Versteigerung persönlicher Gegenstände

Ein Gericht in New York hat eine Auktion mit persönlichen Objekten Madonnas teilweise gestoppt. Unter den Erinnerungsstücken befindet sich der Trennungsbrief des ermordeten Rappers Tupac Shakur.

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Madonna hat eine Versteigerung persönlicher Gegenstände mit juristischen Mitteln verhindert - zumindest vorübergehend. Die Sängerin erwirkte bei einem Gericht in New York, dass 22 Stücke einer rund 130 Madonna-Objekte umfassenden Online-Auktion vorerst nicht versteigert werden dürfen. Der zuständige Richter Gerald Lebovits setzte eine Anhörung zu dem Streit für den 6. September an.

Unter den Gegenständen befinden sich der Trennungsbrief ihres Ex-Freunds Tupac Shakur, eine Bürste mit Madonnas Haaren sowie eine Unterhose, die die 58-Jährige angeblich einmal getragen haben soll.

Madonna hatte das Gericht gebeten, die Auktion zu unterbinden. Die dafür vorgesehenen Gegenstände seien ihr von einer ehemaligen Freundin gestohlen worden, um daraus nun Profit zu schlagen, gab sie als Begründung an.

Trotz ihrer Berühmtheit habe sie das Recht, ihre "Privatsphäre aufrechtzuerhalten, auch in Bezug auf höchst persönliche Gegenstände", teilte Madonna Gerichtsdokumenten zufolge mit. Sie sei schockiert gewesen, dass der Brief des verstorbenen Rappers Tupac angeboten werde und habe diesen niemals verkauft, verschenkt oder irgendwem das Recht zum Verkauf gegeben.

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Madonna: Erfolg vor Gericht

Der Brief hätte geschätzte 350.000 Dollar (gut 300.000 Euro) einbringen können, sagte eine Sprecherin der Firma "Gotta Have It! Collectibles". Bisher ist nur wenig über die Beziehung mit Madonna bekannt. Als Grund für die Trennung gibt Tupac Shakur in dem Schreiben an, seine Fans könnten es ihm übelnehmen, wenn heraus käme, dass er mit einem weißen Star zusammen sei. Zudem wirft er Madonna vor, ihn mit öffentlichen Aussagen verletzt zu haben. Ein Jahr später wurde der Rapper erschossen.

"Es ist ungeheuerlich und äußerst beleidigend, dass meine DNA der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten werden könnte", schrieb Madonna zur Versteigerung ihrer Haarbürste. Die Auktion der anderen Objekte lief trotz der Gerichtsentscheidung weiter, unter anderem wurden bei "Gotta Have Rock and Roll" Schmuck, Kleidung und signierte Fotos von Madonna angeboten.

Viele der angebotenen Gegenstände müsse eine frühere Freundin, die Kunsthändlerin Darlene Lutz, "ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung" an sich genommen haben, als sie ihr bei einem Umzug in Miami geholfen habe, erklärte Madonna.

Lutz erläuterte in einer Stellungnahme, sie habe Madonna beim Aufbau einer Kunstsammlung geholfen und einige Objekte aus Madonnas Haus in Miami bei sich gelagert. Als ihre Freundschaft mit der Pop-Diva 2004 geendet sei, hätten sie beide eine vertrauliche Vereinbarung dazu getroffen. Madonnas Schritte seien "unbegründet und wertlos", teilte Lutz' Sprecherin mit. Es gehe der Sängerin nur darum, das Ansehen des Auktionshauses und von Lutz zu besudeln.

wit/dpa/AFP



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