Klatsch und Knatsch Wohlverdient

Maggie Gyllenhaal schließt eine Gehaltslücke. Ariana Grande wehrt einen pöbelnden Fan ab. Und Prinzessin Charlotte hatte einen ganz besonderen Tag. Die Promimeldungen der Woche.

AP Photo/NBC, Paul Drinkwater

Der Verdienst der Woche...

... gebührt Maggie Gyllenhaal. Das hängt jedoch nur indirekt mit ihrer schauspielerischen Leistung in der TV-Serie "The Deuce" zusammen, sondern mehr damit, wie viel Geld sie für die Rolle als Sexarbeiterin bekam: Eines Tages, so erzählt sie es der Radiostation Sirius XM, habe sie einen Anruf von HBO erhalten. Der Sender kündigte ihr demnach unvermittelt eine deutliche Honorarerhöhung an.

Doch Gyllenhaal freute sich eigenen Angaben zufolge zunächst nicht darüber, dass die auch in der Filmbranche verbreitete Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen zumindest in ihrem Fall nun geschlossen wurde. "Ich fühlte mich irgendwie schuldig", sagte die 41-Jährige. Sie habe gedacht: "Das ist nicht fair." James Franco, der die männliche Hauptrolle in der Serie spielt, stehe das doch viel eher zu.

Erst später habe sie gemerkt, dass auch sie dem vorherrschenden System unterworfen sei, in dem der Mann per se mehr Geld bekommt. Sie habe einen ganzen Tag lang gebraucht, um das zusätzliche Geld zu akzeptieren. Dabei bediente sie sich auch eines Kniffs: Sie sagte sich, die Honorarerhöhung sei eine Kompensation für niedrigere Zahlungen in der Vergangenheit.

Das Geheimnis der Woche...

...verriet Brad Pitt. Mit der "New York Times" sprach er über seine Suchtprobleme - und wie er sie nach der Trennung von Angelina Jolie besiegte. "Es war wirklich sehr befreiend, die eigenen hässlichen Seiten bloßzulegen", sagte Pitt über seine anderthalb Jahre bei den Anonymen Alkoholikern.

Durch das Interview dürfte der Schauspieler nun wohl zum am wenigsten anonymen Menschen unter all seinen früheren Gruppenmitgliedern geworden sein.

Das Schulkind der Woche...

...ist Prinzessin Charlotte. Die Urenkelin von Queen Elizabeth II. hat ihren ersten Tag an der renommierte Privatschule Thomas's Battersea verbracht. Die Vierjährige besucht dort die Vorschule.

Prinz William, Herzogin Kate und Charlottes sechsjähriger Bruder Prinz George begleiteten die Vierjährige an ihrem ersten Schultag. Eine für die jüngeren Schüler verantwortliche Lehrerin begrüßte Charlotte, die eine dunkelblaue Schuluniform trug.

Den entspanntesten Promi der Woche...

...gibt Günther Jauch. Ausgerechnet er, der großen Wert auf Privatsphäre für sich und seine Familie legt, habe keinerlei Probleme mit aufdringlichen Fans oder anderen Menschen gehabt, die ihn erkennen. "Ich habe noch nie in meinem Leben einen Bodyguard gehabt", sagte Jauch.

"Ich bewege mich beim Discounter genauso wie im Baumarkt, mache das auch ausgesprochen gerne und habe in der Öffentlichkeit keinerlei Probleme." Auch mit Pöbeleien gibt es demnach nie Probleme. "Die Leute sind freundlich, ich habe null Anlass, mich über irgendwas zu beklagen", sagte er. "Der Auflauf, der da angeblich immer entstehen soll, wird maßlos überschätzt."

Die Beichte der Woche...

...legte Justin Bieber ab. Der Sänger hat erneut von den negativen Auswirkungen seiner Karriere berichtet - wie schon vor ein paar Monaten in der "Vogue". Dieses Mal richtete sich der 25-Jährige mit einem Instagram-Post an seine Fans und beschrieb, was der frühe Ruhm in seinem Leben mit ihm gemacht habe. "Alle haben damals alles für mich erledigt. Ich habe nie gelernt, nur ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen", schrieb der Kanadier.

Der Sänger wurde mit 13 Jahren entdeckt, unter Vertrag genommen und schnell international erfolgreich. "Meine Welt hat sich auf den Kopf gestellt", sagte er. "Ein 13-jähriger Schuljunge aus der Kleinstadt, den plötzlich Millionen von Menschen loben und ihm sagen, dass sie ihn lieben und wie toll er ist", beschrieb Bieber die Situation. Er habe all das damals geglaubt.

Der Konter der Woche...

...kam von Ariana Grande. Ein Fan hatte ihr auf Instagram unterstellt, sie würde wahrscheinlich nicht live singen und mit einer Tonhöhenkorrektur arbeiten. Das wollte die Sängerin offenbar nicht auf sich sitzen lassen.

"Bei allem Respekt", schrieb die 26-Jährige. "Ich könnte das in deinem Wohnzimmer tun." Sie brauche beim Singen niemanden, der den Ton mische oder anderweitig helfe.

Das Wohnzimmer sei nicht der einzige Ort, an dem sie live singen könne. Der Broadway gehöre dazu, die Dusche und das Auto. "Es ist mein Geschenk. Deshalb bin ich hier. Ich singe mehr als 30 Songs in einer Nacht", schrieb Grande.

bbr/jpz/apr

insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
sgtbeerhead 06.09.2019
1. That's my gift...
Liebe Redaktion, Ms. Grande hatte geschrieben: "That's my gift", also zu deutsch: "Das ist meine Gabe". Welches "Geschenk" sollte sie auch gemeint haben? An wen? Ich hoffe, SPON ist nicht auch dazu übergegangen, englische Meldungen durch Google Translate zu jagen...
three-horses 06.09.2019
2. Stars and Stripes.
Zitat von sgtbeerheadLiebe Redaktion, Ms. Grande hatte geschrieben: "That's my gift", also zu deutsch: "Das ist meine Gabe". Welches "Geschenk" sollte sie auch gemeint haben? An wen? Ich hoffe, SPON ist nicht auch dazu übergegangen, englische Meldungen durch Google Translate zu jagen...
Sie schenkt sich halt selbst, keine Ahnung an wem. Wo überall von Frauen gewarnt wird. Da haben Sie auch recht. Man kann sich auch überschätzen. Trotzdem frage ich vorsichtig, welche Gabe, wenn kein Geschenk? Die "Ich singe mehr als 30 Songs in einer Nacht" kann sich Ariane zurück schenken, mir reichte eins davon und zum abschalten. Ein Top Mädchen das zu viel redet, etwas singen kann und mit 30 etwa vergessen wird.
eichenbrett 07.09.2019
3. Es stimmt
Im Gegensatz zu den Mitforisten war ich auf einem Ariana Grande Konzert als ahnungslose Begleitung dabei. Keine Ahnung, ob es 30 Lieder waren, aber sie hat über zwei Stunden live viele Lieder gesungen (und zwar unfassbar gut, sie singt besser als Whitney Houston zu ihren besten Zeiten), hat dabei sämtliche Choreographien auf irre hohen Schuhe (reduziert) mitgetanzt und war dabei immer souverän und mitreißend, kein Playback. Bloß weil sie Popsängerin ist, sollte man sie nicht unterschätzen. Ich jedenfalls hab zwar den Altersdurchnitt auf dem Konzert verdoppelt, aber wechsle jetzt nicht mehr den Radiosender, wenn sie Frau Grande spielen, im Gegenteil: Jetzt singe ich fröhlich mit. Sie kann singen und wie!
wie_immer_oder 07.09.2019
4. #1
man sagt schon, dass eine Gabe (Talent) ein Geschenk der Götter sei
zweitakterle 08.09.2019
5. Schöner Beitrag !
Zitat von eichenbrettIm Gegensatz zu den Mitforisten war ich auf einem Ariana Grande Konzert als ahnungslose Begleitung dabei. Keine Ahnung, ob es 30 Lieder waren, aber sie hat über zwei Stunden live viele Lieder gesungen (und zwar unfassbar gut, sie singt besser als Whitney Houston zu ihren besten Zeiten), hat dabei sämtliche Choreographien auf irre hohen Schuhe (reduziert) mitgetanzt und war dabei immer souverän und mitreißend, kein Playback. Bloß weil sie Popsängerin ist, sollte man sie nicht unterschätzen. Ich jedenfalls hab zwar den Altersdurchnitt auf dem Konzert verdoppelt, aber wechsle jetzt nicht mehr den Radiosender, wenn sie Frau Grande spielen, im Gegenteil: Jetzt singe ich fröhlich mit. Sie kann singen und wie!
mir war bis jetzt Ariana Grande unbekannt.... Wegen Ihnen werde ich mir wohl nun mal die Ariana Grande anhören müssen....und ahne, dass Sie recht haben! :-)
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