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07. Juli 2017, 19:02 Uhr

Denkmal für "Eiserne Lady" 

London verbietet Bronzestatue von Maggie Thatcher

Margaret Thatcher ohne Handtasche? Undenkbar. Das meinte laut Medienberichten auch die Londoner Stadtverwaltung - und untersagte den Aufbau einer Statue der ehemaligen Premierministerin.

Eine Statue der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher darf nach Berichten britischer Medien nicht neben dem Parlament in der Hauptstadt aufgestellt werden. Die Verwalter der Königlichen Parks von London hätten die Pläne untersagt, berichtet unter anderem die Tageszeitung "The Guardian".

Der Entscheidung vorausgegangen sei ein Einspruch von Thatchers Tochter Carol. Sie habe kritisiert, dass beim Bau der drei Meter großen und umgerechnet rund 342.000 Euro teuren Bronzestatue das Markenzeichen ihrer Mutter vergessen worden sei: die Handtasche. Anwohner hätten zudem um eine Aufschiebung gebeten, da die Statue so umstritten sei, dass sie von Kritikern zerstört werden könnte.

Premierministerin Theresa May indes setzte sich für die Statue ihrer Vorgängerin ein: "Es sollte nicht infrage kommen, dass die Androhung von Vandalismus das Aufstellen einer Statue von Margaret Thatcher verhindert", sagte May nach Angaben des "Telegraph" zu Beginn des G20-Gipfels in Hamburg.

Margaret Thatcher war von 1979 bis 1990 Premierministerin von Großbritannien. Sie war die erste - und bis zum Amtsantritt von Theresa May einzige - Frau, die dieses Amt bekleidet hatte.

Ihre Regierungszeit markierte eine Epoche. Insbesondere ihre liberale Wirtschaftspolitik spaltete die britische Gesellschaft: Bis heute wird die "eiserne Lady" von vielen Briten verehrt - und von nicht wenigen verachtet. Thatcher starb 2013 im Alter von 87 Jahren.

asa/dpa

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