Denkmal für "Eiserne Lady"  London verbietet Bronzestatue von Maggie Thatcher

Margaret Thatcher ohne Handtasche? Undenkbar. Das meinte laut Medienberichten auch die Londoner Stadtverwaltung - und untersagte den Aufbau einer Statue der ehemaligen Premierministerin.

AP

Eine Statue der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher darf nach Berichten britischer Medien nicht neben dem Parlament in der Hauptstadt aufgestellt werden. Die Verwalter der Königlichen Parks von London hätten die Pläne untersagt, berichtet unter anderem die Tageszeitung "The Guardian".

Der Entscheidung vorausgegangen sei ein Einspruch von Thatchers Tochter Carol. Sie habe kritisiert, dass beim Bau der drei Meter großen und umgerechnet rund 342.000 Euro teuren Bronzestatue das Markenzeichen ihrer Mutter vergessen worden sei: die Handtasche. Anwohner hätten zudem um eine Aufschiebung gebeten, da die Statue so umstritten sei, dass sie von Kritikern zerstört werden könnte.

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Premierministerin Theresa May indes setzte sich für die Statue ihrer Vorgängerin ein: "Es sollte nicht infrage kommen, dass die Androhung von Vandalismus das Aufstellen einer Statue von Margaret Thatcher verhindert", sagte May nach Angaben des "Telegraph" zu Beginn des G20-Gipfels in Hamburg.

Margaret Thatcher war von 1979 bis 1990 Premierministerin von Großbritannien. Sie war die erste - und bis zum Amtsantritt von Theresa May einzige - Frau, die dieses Amt bekleidet hatte.

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Denkmal für "Eiserne Lady": London verbietet Bronzestatue von Maggie Thatcher

Ihre Regierungszeit markierte eine Epoche. Insbesondere ihre liberale Wirtschaftspolitik spaltete die britische Gesellschaft: Bis heute wird die "eiserne Lady" von vielen Briten verehrt - und von nicht wenigen verachtet. Thatcher starb 2013 im Alter von 87 Jahren.

asa/dpa



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Europa! 07.07.2017
1. Rasende Mitläufer
"Es sollte nicht infrage kommen, dass die Androhung von Vandalismus das Aufstellen einer Statue von Margaret Thatcher verhindert." Ein wahres Wort. Aber wenn man bedenkt, dass sogar die hübsche Seejungfrau in Kopenhagen in regelmäßigen Abständen beschmiert oder noch schlimmer beschädigt wird, muss man sich schon fragen, welcher Hass da in unseren Städten so unterwegs ist. Man muss sich nur unsere eigene verschmierte und versiffte Hauptstadt ansehen. Und viele dieser Leute halten sich sogar noch für "Linke".
newline 07.07.2017
2. Eine einfache Lösung
Jede Woche /Monat darf eine andere Handtaschenfirma ihr Produkt an die Statue hängen. Die Gebühr dafür wird gespendet und alle sind glücklich.
neanderspezi 07.07.2017
3.
Die Londoner können die Bronzestatue vielleicht besser einordnen, wenn sie nur eine Handtasche zeigt. Hatten sie nicht tieftraurig den Tod dieser Maggie gefeiert, vor allen Dingen diejenigen, die unter ihr absolut nicht zu lachen hatten?
neanderspezi 07.07.2017
4. Es gibt noch viel zu wenige Bronzestatuen von großen Staatsfrauen
Die Londoner können die Bronzestatue vielleicht besser einordnen, wenn sie nur eine Handtasche zeigt, außerdem sollte diese Statue vielleicht besser in Eisen aufgeführt werden. Hatten sie nicht tieftraurig den Tod dieser Maggie gefeiert, vor allen Dingen diejenigen, die unter ihr absolut nicht zu lachen hatten, die Mühseligen und Beladenen?
neanderspezi 07.07.2017
5.
Zitat von Europa!"Es sollte nicht infrage kommen, dass die Androhung von Vandalismus das Aufstellen einer Statue von Margaret Thatcher verhindert." Ein wahres Wort. Aber wenn man bedenkt, dass sogar die hübsche Seejungfrau in Kopenhagen in regelmäßigen Abständen beschmiert oder noch schlimmer beschädigt wird, muss man sich schon fragen, welcher Hass da in unseren Städten so unterwegs ist. Man muss sich nur unsere eigene verschmierte und versiffte Hauptstadt ansehen. Und viele dieser Leute halten sich sogar noch für "Linke".
Das glauben Sie doch selbst nicht, dass "Die Linke" die Stadt verschmiert und versifft.
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