Ermittlungen gegen Marija Scharapowa Neustart verbaut

Tennisstar Marija Scharapowa ist zurück im Scheinwerferlicht - allerdings nicht nur aus sportlichen Gründen. In Indien steht sie im Fokus von Betrugsermittlungen, es geht um Millionenbeträge.

AFP

Endlich lief es wieder für Marija Scharapowa. In China feierte die 30-Jährige im Oktober ihren ersten Turniersieg auf der WTA-Tour seit fast zweieinhalb Jahren - sie hatte zuvor eine Dopingsperre abgesessen. Dem Tennisstar dürfte die Freude über diesen Erfolg inzwischen jedoch wieder vergangen sein. Wegen einer Affäre in Indien.

Dort ermittelt die Polizei gegen die fünffache Grand-Slam-Gewinnerin wegen Betrugsverdachts. Der russische Tennisstar soll ein Bauprojekt für Luxuswohnungen unterstützt haben, das nie fertig gestellt wurde - obwohl bereits Millionen Dollar dafür eingestrichen worden waren, wie die Polizei und der Anwalt einer Investorin mitteilten. Seit dem 16. November werde gegen die Sportlerin ermittelt.

Die frühere Weltranglistenerste war bereits vor einigen Jahren nach Indien gereist, um das Projekt für Luxushochhäuser zu bewerben. Der Komplex namens "Ballet" in einem Vorort von Neu-Delhi sollte potenzielle Käufer unter anderem mit einer Tennisakademie, einem Klubhaus und einem Hubschrauberlandeplatz überzeugen.

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Ermittlungen gegen Scharapowa: "Niemand hätte in das Projekt investiert"

Scharapowa wolle, dass "die Eigentümer sich so fühlen, als würden sie etwas ganz Besonderes und Anderes besitzen", hieß es auf der Internetseite des Projektes. Aus Sicht der Kläger ist Scharapowa als öffentliche Vertreterin der Immobilienfirma aufgetreten und damit ebenfalls rechtlich verantwortlich, wie der Anwalt Piyush Singh sagte.

"Niemand hätte in das Projekt investiert, wenn ihr Name nicht darüber gestanden hätte", so Singh. Allein seine Mandantin Bhawana Agarwal habe der Firma Homestead Infrastructure für das Projekt 5,3 Millionen Rupien gezahlt - das sind umgerechnet knapp 70.000 Euro.

Scharapowa ist nicht die einzige prominente Sportlerin, die mit Homestead Infrastructure in Verbindung steht: Das Unternehmen wirbt auf seiner Website auch mit einem Projekt namens "Michael Schumacher World Tower".

mxw/AFP/AP



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