Vorwürfe gegen US-Rockstar Phoebe Bridgers berichtet von »Vergewaltigungsraum« in Mansons Haus

Die schweren Vorwürfe gegen den US-Rocker Marilyn Manson reißen nicht ab. Die Musikerin Phoebe Bridgers berichtet nun von einem »Vergewaltigungszimmer«, das ihr einmal als Fan in Mansons Haus gezeigt wurde.
Marilyn Manson auf der Bühne – gegen ihn werden weitere Vorwürfe erhoben

Marilyn Manson auf der Bühne – gegen ihn werden weitere Vorwürfe erhoben

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TIMM SCHAMBERGER/EPA-EFE/Shutterstock

Die US-Musikerin Phoebe Bridgers hat neue schwere Vorwürfe gegen Marilyn Manson erhoben. Als Teenager sei Bridgers mit Freunden in Mansons Haus eingeladen worden, ein Zimmer stellte er dann als »Vergewaltigungsraum« vor, wie sie auf Twitter schreibt. »Ich dachte, es wäre nur sein schrecklicher Burschenschaftenhumor. Ich habe aufgehört, ein Fan zu sein.«

In den vergangenen Tagen hatten dem US-Rockstar mehrere Frauen Missbrauch vorgeworfen. Die US-Schauspielerin Evan Rachel Wood (»Westworld«) schrieb bei Twitter von »jahrelangem schrecklichem Missbrauch« und »Gehirnwäsche«, durch die Manson sie gefügig gemacht habe. Manson und Wood waren in ihrer Beziehung ab 2006 kurzzeitig verlobt.

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Mindestens vier weitere Frauen, die ebenfalls mit ihm liiert waren, berichteten von ihren Erfahrungen, darunter die Models Ashley Lindsay Morgan und Sarah McNeill. McNeill sagte über Manson, er haben sie »emotional missbraucht, terrorisiert und verletzt«. Morgan warf ihm »Misshandlungen, sexuelle Gewalt, physische Gewalt und Nötigung« vor.

»Das Label wusste es, das Management wusste es, die Band wusste es«, twitterte Bridgers nun. »Sich jetzt zu distanzieren und vorzutäuschen, schockiert und entsetzt zu sein, ist erbärmlich.«

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Plattenfirma zieht Konsequenzen

Unter anderem Mansons Plattenfirma Loma Vista Recorgins hatte am Montag Konsequenzen aus den Berichten gezogen und mitgeteilt, das jüngste Album des Musikers aufgrund der »verstörenden Anschuldigungen« nicht weiter zu vertreiben.

Manson wies die Vorwürfe in einem Instagram-Beitrag zurück. Seine Kunst und sein Leben seien schon lange »Magnete für Kontroversen«, schrieb er. Aber die jüngsten Behauptungen über ihn seien »schreckliche Verfälschungen der Realität«. Seine intimen Beziehungen beruhten immer auf »völligem Konsens mit gleich gesinnten Partnern«.

Ex-Frau Dita von Teese äußerte sich ebenfalls in einem Statement. »Bitte beachtet, dass die öffentlich gemachten Details nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen während unserer sieben gemeinsamen Jahre als Paar zusammenpassen«, schrieb sie bei Instagram. Wäre das anders gewesen, hätte sie ihn im Dezember 2005 nicht geheiratet. »Missbrauch jeglicher Art hat keinen Platz in einer Beziehung.«

Im Rahmen der Missbrauchswürfe gegen den Hollywoodmogul Harvey Weinstein war bereits 2011 eine Anzeige gegen Manson wegen mutmaßlicher Sexualdelikte erstattet worden. Wer die Anzeige stellte, wurde nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren aufgrund von Verjährungsfristen und Mangel an Beweisen ein. Manson hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

hba
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