Mark Wahlberg Vom Autoknacker zum Ehemann

Er nahm Drogen, knackte Autos, saß im Knast: Dann besann sich Mark Wahlberg auf seinen Glauben, machte Karriere als Sänger, Model und Schauspieler. Nun heiratete "Marky Mark" die Mutter seiner drei Kinder - völlig unspektakulär.


New York - Schauspieler Mark Wahlberg ("Departed") gab seiner Lebensgefährtin Rhea Durham am Samstag in einer Kirche in Beverly Hills das Jawort, berichtet "People". Gemeinsam haben die beiden drei Kinder: Ella Rae, 5, Michael, 3, und den zehn Monate alten Brendan Joseph.

Die drei Kinder waren mit weiteren zwölf Verwandten und wenigen engen Freunden die einzigen Gäste, die an der Zeremonie teilnahmen. Der 38-jährige Wahlberg und das Model sind seit 2001 ein Paar.

Wahlberg wuchs im Bostoner Arbeiterviertel Dorchester auf, schaffte es später als Marky Mark mit dem Song "Good Vibrations" in die Charts, arbeitete als Fotomodel und hatte 1997 mit dem Film "Boogie Nights" seinen Durchbruch als seriöser Schauspieler.

Ende letzten Jahres sprach Wahlberg ausführlich über seine turbulente Vergangenheit: Er komme aus einem armen Elternhaus mit neun Kindern, seine Eltern hätten fast Tag und Nacht arbeiten müssen, zitierte ihn die "Süddeutsche Zeitung". Mit 17 Jahren sei er ins Gefängnis gekommen, hatte Drogen genommen und Autos geklaut. Im Knast sei er dann "einer von den harten Burschen" geworden. "Ich wurde respektiert, weil ich schnell einen Kampf anfangen konnte, weil ich zuschlagen konnte."

Aber dann habe er sich gesagt: "Verdammt noch mal, das ist doch kein Leben!" Er habe erkannt, dass er Leuten wehgetan habe, die unschuldig waren, dass er seine Eltern verletzt habe. "Da habe ich mein Leben geändert", sagte Wahlberg und sich auf seinen Glauben konzentriert. Als gläubiger Katholik gehe er heute regelmäßig zur Kirche, bete und danke Gott für alles, was er erreicht habe. Er habe Glück gehabt, Erfolg und verfüge über Geld. "Aber es ist mir mehr denn je bewusst, dass es ein Kamel leichter durch ein Nadelöhr schafft als ein Reicher in den Himmel."

Dass er eines Tages vergessen könnte, wo er herkomme, und nichts als Ausgleich dafür tue, "wäre wahrscheinlich die größte Sünde, die ich begehen könnte". Auch seine Geschwister hätten, wie er, alle "eine zweite Chance" bekommen. "Wir konnten neu anfangen." Letztlich sei aus ihnen allen etwas geworden. Dafür sei er sehr dankbar, sagte Wahlberg.

jjc/ddp



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