Markus Maria Profitlich über Parkinson »Durch meine Krankheit raube ich meiner Frau Lebenszeit«

Vor vier Jahren erhielt der Komiker Markus Maria Profitlich die Diagnose Parkinson. Nun erzählt er, wie es ihm an schlechten Tagen geht und welchen Einfluss die Erkrankung auf seine Familie hat.
Comedian Markus Maria Profitlich während seiner Tour »Schwer verrückt« im März 2020

Comedian Markus Maria Profitlich während seiner Tour »Schwer verrückt« im März 2020

Foto: Friso Gentsch/ dpa

Der Comedian und Schauspieler Markus Maria Profitlich ist an Parkinson erkrankt. Schon vor vier Jahren wurde die Erkrankung bei ihm diagnostiziert. Jetzt hat er mit der Zeitschrift »Bunte« über seine Erfahrungen gesprochen.

»Wenn ich einen guten Tag habe, kann ich gut aufstehen und die Schmerzen sind nicht so groß«, sagte der Comedian im Interview. »Manchmal tut es aber auch schon im Liegen weh. Dann schleppe ich mich durch den Tag und hoffe, dass die Tabletten schnell wirken.«

Seine Frau Ingrid Einfeldt sei in all dem seine größte Unterstützung. »Ich bin froh, dass ich sie habe. Das ist ein Gottesgeschenk«, sagte Profitlich. Seine Ehe leide jedoch auch unter der Diagnose. »Unsere Ehe ist strapaziert. Durch meine Krankheit raube ich meiner Frau Lebenszeit, die sie anders nutzen könnte. Und meiner Tochter auch«, sagte der 61-Jährige. »Man hat eigentlich vor, seine Familie zu ernähren und für sie da zu sein, und sitzt dann stattdessen tatenlos rum, weil es aufgrund der Krankheit nicht anders geht.«

Trotz seiner Parkinson-Erkrankung hat Profitlich in den vergangenen Jahren weiter gearbeitet. Der Start seiner Jubiläums-Tour »Das Beste aus 35 Jahren« wurde zuletzt wegen der Coronapandemie von Januar auf Ende Juni 2021 verschoben.

Parkinson ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei sterben Gehirnzellen ab, die Dopamin produzieren. Die Krankheitssymptome sind vielfältig. Bewegungsabläufe können mit der Zeit langsamer werden, bis hin zur Bewegungsblockade. Die Betroffenen leiden unter Muskelsteife, Zittern in Ruhe, einer starren Mimik oder Gleichgewichtsstörungen. Auch Schluck- und Sprachbeschwerden sind ein mögliches Symptom. Etwa 80 Prozent der Betroffenen haben das Idiopathische Parkinson-Syndrom (IPS). Informationen findet man auf der Website der Parkinson-Gesellschaft  oder der Parkinson-Vereinigung .

zob/ala/dpa