Da würden viele gern zuschlagen Martin Shkreli verlost Punch ins Gesicht

Er erhöhte den Preis für ein lebensrettendes Medikament um 5000 Prozent und wurde zum "meistgehasste Mann im Internet". Jetzt will Martin Shkreli sich für einen guten Zweck verprügeln lassen.
Martin Shkreli

Martin Shkreli

Foto: JOSHUA ROBERTS/ REUTERS

Bei diesem Angebot wird es einigen in den Fingern jucken: Im vergangenen Sommer wurde Martin Shkreli für viele zum "meistgehassten Mann im Internet". Der Grund: Der Pharma-Manager hatte den Preis für ein wichtiges AIDS-Medikament um 5000 Prozent erhöht - von 13,50 Dollar auf 750 Dollar pro Pille. Das Ausmaß des Hasses, der Shkreli daraufhin in den sozialen Netzwerken entgegenschlug, war gewaltig.

Seine Beliebtheitswerte waren nicht gerade nach oben geklettert, nachdem Shkreli seine Geschäftspraktiken vor einem Ausschuss des US-Kongresses erklären sollte - und für die Volksvertreter nur Spott übrig hatte. Dass er obendrein die einzig existierende Version eines Albums der Hip-Hop-Gruppe Wu-Tang Clan für zwei Millionen Dollar nur kaufte, um sie anderen Menschen vorzuenthalten, verstärkte nochmals die Verachtung der Netzgemeinde auf Shkreli.

Jetzt versucht der Manager offenbar seinen schlechten Ruf für eine gute Sache zu nutzen. Auf Twitter bat er seine Follower, über die Plattform Giveforward.com  für den krebskranken Sohn eines verstorbenen Kollegen zu spenden. Der kleine Tyler ist demnach sechs Jahre alt und erholt sich gerade von seinem Kampf gegen Leukämie.

Jeder Spender erhalte ein Los und damit die Möglichkeit, sich etwas von dem Geschäftsmann zu wünschen. "Eine Backpfeife, ein Faustschlag, ein Dinner oder was immer sie wollen", heißt es in dem Tweet zur Aktion.

Vor der Idee eine Verlosung zu veranstalten wollte sich Shkreli lediglich nach einem Bieterwettbewerb einen Schlag ins Gesicht verpassen lassen. Das höchste Gebot wollte der Geschäftsmann aus eigener Tasche verdoppeln. Ein Bieter habe 78.000 Dollar zahlen wollen, teilte Shkreli auf Twitter mit.

6580 Dollar sind sind mittlerweile im Lostopf auf Giveforward.com zusammengekommen. Wie viele Spender sich bisher an der Aktion beteiligt haben, ist nicht erkennbar.

jal
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