Erpressung mit Sexvideo Valbuena belastet Benzema

"Notwendig, dass du bezahlst": Fußballprofi Karim Benzema soll indirekt versucht haben, Kollege Mathieu Valbuena zur Zahlung einer sechsstelligen Summe an Erpresser zu bewegen. Diese sollen gedroht haben, ein Sexvideo zu veröffentlichen.

AP

Für den französischen Fußballprofi Karim Benzema wird es in der Affäre um die Erpressung seines Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena mit einem Sexvideo eng. Valbuena hat Benzema in einem Zeitungsinterview belastet. Der Star von Real Madrid habe ihn "indirekt" zur Zahlung an einen Jugendfreund Benzemas verleiten wollen, sagte Valbuena der Zeitung "Le Monde".

"Mit Verleiten meine ich: 'Es ist notwendig, dass du bezahlst'. Indirekt eben", sagte Valbuena. In seiner Art zu reden sei Benzema (27) "nicht aggressiv gewesen, er hat mich auch nicht konkret auf Geld angesprochen. Aber ich habe noch von niemandem gehört, der ein Video gratis vernichtet", sagte Valbuena. Über Benzemas Versuche, Druck auszuüben, sagte Valbuena: "Das würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind antun." Gegen Benzema wurde am 5. November wegen Beteiligung an der Erpressungsaffäre ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Hintergrund der Affäre: Valbuena hatte sich beim Sex mit seiner Freundin auf dem Smartphone gefilmt und das Gerät anschließend verloren. Unter mysteriösen Umständen gelangte es in den Besitz von Bekannten Benzemas, die Valbuena daraufhin mit den Aufnahmen erpresst haben sollen. Ob Real-Star Benzema davon wusste oder sogar daran mitgewirkt hat - das müssen die Ermittler klären.

Benzema werden "Komplizenschaft in einem Erpressungsversuch" und "Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung zur Vorbereitung einer Straftat" vorgeworfen. Drei mutmaßliche Erpresser, die von Valbuena laut Medienberichten eine sechsstellige Summe haben wollten, wurden inhaftiert. Valbuena, Mittelfeldspieler von Olympique Lyon, hat der Justiz am 20. November seine Sicht der Dinge geschildert.

ulz/sid/AP

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