Matthew McConaughey Findet euch ab mit Trump

In Hollywood ist der Widerstand gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump groß. "True Detective"-Star Matthew McConaughey hält von dieser Abwehrhaltung nichts - und richtet einen Appell an seine Kollegen.

AFP

Wäre der neue US-Präsident nur in Hollywood gewählt worden, hätte Donald Trump wohl nicht den Hauch einer Chance gehabt. Stets aufs Neue haben viele Weltstars des Films in den vergangenen Wochen und Monaten klargemacht, was sie von dem Mann halten, der jüngst ins Weiße Haus einzog: gar nichts.

Als am Tag nach der Amtseinführung ein "Women's March" durch Washington zog, um gegen Trump zu protestieren, reihten sich zum Beispiel auch die Schauspielerinnen Scarlett Johansson, America Ferrera und Chelsea Handler ein. Umso außergewöhnlicher erscheinen da die jüngsten Aussagen von Matthew McConaughey.

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Matthew McConaughey: Appell an die Kollegen

Der Star der Krimiserie "True Detective" ermahnte seine Kollegen in einem Interview mit dem britischen Sender "ChannelFi" zur Nüchternheit. "Er ist unser Präsident", sagte der 47-Jährige. "Es ist Zeit für uns, die Tatsache anzunehmen." Trump werde für vier Jahre im Amt sein, "mindestens".

"Egal wie sehr man mit ihm in der Vergangenheit nicht übereinstimmte, ich glaube, es ist Zeit darüber nachzudenken, wie konstruktiv man jetzt sein kann." Erkennt die Realität an, soll das wohl heißen, und verschärft nicht die Spannungen im Land. Denn die seien so groß wie nie, findet der Filmstar.

Das Interview wurde, so berichten es mehrere Medien, erstmals am vorigen Sonntag gesendet. Es sei aber unklar, ob es bereits aufgezeichnet wurde, bevor Trump die Einreisesperre gegen Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern verhängte.

Wie das Magazin "People" schreibt, ist McConaugheys Frau, Camila Alves, eine Einwanderin. Im Alter von 15 Jahren sei sie aus Brasilien gekommen, erst seit dem vorigen Jahr habe sie einen US-amerikanischen Pass.

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insgesamt 50 Beiträge
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dr.u. 02.02.2017
1. Duckmäuser
""Er ist unser Präsident", sagte der 47-Jährige. "Es ist Zeit für uns, die Tatsache anzunehmen."" Das ist wohl so. Aber deswegen muss man das weder gut finden, noch unkommentiert lassen, noch sich diesem Umstand einfach fügen. Es sei denn, man ist ein opportunistischer Duckmäuser; oder Trump-Fan.
MisterZ 02.02.2017
2. Was soll das?
Endlich mal ein vernünftiges Statement inmitten dieser ständigen Hysterie, nur um am Ende des Artikels zu Fragen, ob er vielleicht nicht doch etwas anderes gesagt hätte in Anbetracht des Einreisedekrets?!?!? Ausserdem ist mir nicht bekannt das Brasilianer nicht mehr in die USA einreisen dürfen.
Ginsberg 02.02.2017
3. Danke für Ihre Meinung
Jetzt weiß ich, wessen Filme ich ganz bestimmt nicht mehr anschauen werde.
echoanswer 02.02.2017
4. Opportunist und Egoist
mehr fällt mir dazu nicht ein.
rodflanders 02.02.2017
5. Natürlich muss man sich fügen
ansonsten ist man ein Demokratiefeind. Oder? Natürlich kann man Trumps Entscheidungen kritisieren und natürlich auch gegen Entscheidungen auf rechtliche und demokratische Weise vorgehen. Aber man sollte nicht versuchen das Land zu spalten. Und darauf will er hinaus. Denn das hilft niemandem.
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