Matthias Schweighöfer macht Therapie "Ich schlafe häufig sehr schlecht"

Ab 17 Uhr werde er nervös und sein Stresslevel steige, sodass er nachts wach liege: Wegen seiner Schlafprobleme hat sich Matthias Schweighöfer professionelle Hilfe gesucht.
Matthias Schweighöfer im Februar: Er vermutet die Gründe für seine Schlafprobleme in seiner Kindheit

Matthias Schweighöfer im Februar: Er vermutet die Gründe für seine Schlafprobleme in seiner Kindheit

Foto: Gerald Matzka / dpa

Nachts wirklich zu entspannen und tief zu schlafen, fällt Matthias Schweighöfer offenbar schwer - um das zu ändern, nimmt der Schauspieler nun Unterstützung von einem Profi in Anspruch. "Ich bin gerade so ein bisschen dran, das mit einem Therapeuten anzugehen", sagte der 39-Jährige im Interview für Barbara Schönebergers Podcast "Mit den Waffeln einer Frau". Die Folge soll am Samstag erscheinen.

"Ich schlafe häufig sehr schlecht", sagte Schweighöfer zu Schöneberger. "Ab 17 Uhr werde ich derartig nervös, dass mein Stresslevel so hochgeht, dass ich nachts in diesem Stresslevel drin bin. Deswegen schlafe ich immer kacke."

Das sei schon seit seiner Kindheit so - dort vermutet der Schauspieler auch den Grund für seine Schlafprobleme. Schweighöfer wuchs in der DDR auf, seine Mutter Gitta Schweighöfer war alleinerziehend und ebenfalls Schauspielerin. "Im Osten hieß das: Entweder warst du Mutter, oder du warst arbeiten", sagte Schweighöfer. "Sie hat versucht, es zu verbinden."

Während ihrer abendlichen Auftritte habe er als Kind allein einschlafen müssen. Das habe seinen Lebensrhythmus bis heute geprägt.

Millionen Menschen schlafen nachts schlecht

Schweighöfer ist mit seinem Problem nicht allein. Einer aktuellen Analyse  der Barmer Krankenkasse zufolge wurden im Jahr 2018 bundesweit bei etwa 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme festgestellt.

Besonders junge Menschen sind demnach immer häufiger betroffen: Im Jahr 2018 diagnostizierten Ärzte in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen der Barmer zufolge insgesamt 25.116 Schlafstörungen. Im Jahr 2005 war dies erst bei knapp 9170 Jugendlichen der Fall. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren stieg die Zahl der Diagnosen von rund 17.000 auf knapp 45.600.

Schauspieler Schweighöfer hat bereits in der Vergangenheit offen über herausfordernde Momente gesprochen. So erzählte er Mitte August, dass er früher sehr eifersüchtig gewesen sei. Eifersucht sei "eine richtige Hardcore-Emotion, die zu Wut, Vertrauensverlust und Wahnsinn führen kann", sagte er.

Inzwischen sei ihm aber klar geworden, dass man einen Menschen nicht kontrollieren könne, sondern nur loslassen. "Ich musste lernen, in der Liebe zu vertrauen, und das habe ich erst mit meiner jetzigen Partnerin Ruby geschafft."

Schweighöfer hatte Anfang 2019 bekannt gegeben, seit bereits mehr als einem Jahr nicht mehr mit seiner langjährigen Partnerin Ani Schromm liiert zu sein. Die beiden haben zwei Kinder. Im Februar 2019 machte er seine Beziehung mit der Schauspielkollegin Ruby O. Fee öffentlich.

kko/dpa