Mea culpa Chris Brown entschuldigt sich für Prügelattacke auf Rihanna

Ist es echte Reue oder ein Zugeständnis an die Staatsanwaltschaft? Mit blumigen Worten hat sich der R&B-Sänger Chris Brown per Videobotschaft dafür entschuldigt, Pop-Sängerin Rihanna verprügelt zu haben. Der 20-Jährige gelobte Besserung.


Los Angeles - Da sitzt er, der reuige Sünder, im roten Kellnerhemd mit großen Knöpfen, vor einem ganz normalen Bürofenster mit Sonnenlamellen. Und entschuldigt sich bei seiner Ex-Freundin Rihanna dafür, dass er sie geschlagen hat. "Ich bin sehr traurig und schäme mich", sagt der 20-jährige Chris Brown in einem am Montag auf der Klatschseite "TMZ" veröffentlichten Video.

"Was ich getan habe ist inakzeptabel - zu 100 Prozent", beteuert der R&B-Star in der zweiminütigen Aufzeichnung. "Ich wünschte, ich könnte diese Augenblicke noch einmal erleben, aber ich kann es leider nicht."

Brown hatte am 8. Februar kurz vor der Grammy-Verleihung im Streit so schwer auf seine Freundin eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste. Laut Ermittlungsbericht der Polizei schlug und biss Brown die 21-Jährige und stieß ihren Kopf gegen das Fenster seines Autos.

Jetzt erklärte Brown, er habe Rihannna bereits "unzählige Male" gesagt, dass es ihm "wirklich leid tue". Er wies darauf hin, dass er selbst als Kind Gewalt in der Familie kennengelernt und darunter gelitten habe. Deshalb nehme er professionelle Hilfe in Anspruch, damit sich Vorfälle wie der Wutausbruch gegen die Sängerin nicht wiederholten.

Auch habe er sich mit seiner Mutter und einem kirchlichen Seelsorger beraten, um herauszufinden, was damals mit ihm passiert ist. "Niemand ist enttäuschter von mir als ich selbst", erklärte Brown, der mit dem öffentlichen Kniefall nur mäßig überzeugt. Irgendwie aufgesagt wirkt der Text, zu bemüht der Nachdruck, mit dem der Musiker seine späte Reue bekundet.

Vor Gericht hatte Brown den Angriff zunächst geleugnet. Sein spätes Schuldeingeständnis ist offenbar Ergebnis einer Abmachung seiner Anwälte mit der Staatsanwaltschaft, wonach seine fünfjährige Gefängnisstrafe wegen schwerer Körperverletzung zur Bewährung ausgesetzt werden und er 180 Tage gemeinnützige Arbeit leisten soll. Das Urteil soll am 5. August verkündet werden.

ala/AFP

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