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07. April 2011, 19:46 Uhr

Medienrummel

Middletons beschweren sich über Paparazzi

Sie ist ein gigantisches Medienereignis - die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Doch der Brautfamilie passt der Rummel nicht, Mutter Carole und Schwester Pippa sind von aufdringlichen Fotografen genervt. Trotzdem werden sie sich wohl mit den Paparazzi arrangieren müssen.

London - Kate Middleton ist noch nicht einmal mit Prinz William verheiratet - und schon wird der Familie der Braut der Medienrummel vor der Hochzeit des Jahres zuviel.

Kates Schwester Pippa und ihre Mutter Carole haben sich bei der Kommission für Pressebeschwerden (PCC) über Bilder beschwert, die sie beim Einkaufen im Londoner Stadtteil Chelsea zeigen. Zuvor sollen die beiden auch schon von Paparazzi auf Mopeds verfolgt worden sein.

Die PCC bestätigte die Eingabe der Familie. Die Middletons hätten darum gebeten, Journalisten an ihren Ehrenkodex zu erinnern und auf Paparazzi-Bilder zu verzichten. Es handele sich dabei aber nicht um eine offizielle Beschwerde.

Auch ein Sprecher des St. James Palace, der Residenz von Prinz Charles, sagte, es handele sich nicht um eine formale Beschwerde. Vielmehr hätten die Middletons die Zeitungsherausgeber auf ihre Befürchtungen aufmerksam machen wollen und um Zurückhaltung gebeten. Die Middletons seien dankbar, dass sich die Presse in den vergangenen Monaten zurückgehalten habe.

Die BBC berichte, der Palast plane, hart gegen Fotografen vorzugehen, die William und Kate verfolgten. Welche Mittel man in dem Fall ergreifen könne, wollte eine Sprecherin nicht sagen. "Darüber spekulieren wir nicht."

Kate hatte sich bereits in der Vergangenheit an die PCC gewandt, nachdem heimlich gemachte Fotos von ihr erschienen waren. Das britische Königshaus kämpft seit Jahren gegen Paparazzi. Seit dem Tod von Prinzessin Diana, die bei einem Autounfall starb, als sie vor Paparazzi flüchten wollte, ist die Beziehung zwischen Königshaus und aufdringlichen Fotografen ein besonders sensibles Thema.

Die PCC wacht über eine freiwillige Selbstverpflichtung der britischen Medien. Die Kommission hat einen Ehrenkodex für die Presse herausgegeben. Darin verpflichten sich Journalisten unter anderem, Prominente nicht einzuschüchtern, zu belästigen oder ständig zu verfolgen und ihre Privatsphäre zu akzeptieren. Wer sich durch die Presse beleidigt oder in seinen Rechten verletzt sieht, kann eine offizielle Beschwerde einlegen. Dies hat allerdings keine rechtlichen Konsequenzen.

ulz/AFP/dpa

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