Nach elf Jahren Urteil gegen US-Rapper Meek Mill aufgehoben

Meek Mill kämpft seit Jahren für eine Justizreform in den USA. Nun hat der Rapper in seinem Fall einen Erfolg errungen: Ein Gericht hob seine Verurteilung von 2008 wegen illegalen Drogen- und Waffenbesitzes vorerst auf.

Rapper Meek Mill auf dem Weg zum Gericht in Philadelphia im November 2017
AP

Rapper Meek Mill auf dem Weg zum Gericht in Philadelphia im November 2017


Der Prozess gegen den US-Rapper Meek Mill könnte neu aufgerollt werden. In einem knapp elf Jahr andauernden Rechtsstreit entschied ein Gericht in Philadelphia, die Verurteilung des 32-Jährigen von 2008 wegen illegalen Drogen- und Waffenbesitzes vorerst aufzuheben. Nun muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob der Prozess neu begonnen oder die Anklage ganz fallengelassen werden soll.

Der Rapper mit dem bürgerlichen Namen Robert Rihmeek Williams war 2008 wegen des illegalen Besitzes von Drogen und Waffen verurteilt worden, saß acht Monate im Gefängnis und bekam dann zehn Jahre Bewährung. 2017 verurteilte ein Richter den Ex-Freund von Rapperin Nicki Minaj nach zwei Festnahmen wegen kleinerer Verstöße zu bis zu vier Jahren Gefängnis wegen des Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen.

Der Musiker saß daraufhin erneut fünf Monate hinter Gittern, bevor er auf Kaution freigelassen wurde. Seitdem hat sich Mill an der Seite von anderen Prominenten wie dem Rapper Jay-Z zu einem Aktivisten für eine Reform der US-Strafjustiz entwickelt.

wit/dpa/Reuters



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